Hotelwäsche ABC

  

 

ein kleines ABC der Hotelwäsche

 

 

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

A

 

 

ALLOVER

Muster, das über die ganze Fläche des Stoffes oder Modell verteilt ist.

 

ALPAKA

Feines, leichtes gewelltes Haar vom Alpaka, einer Lama-Art. Alpaka-Garne sind leicht, glänzend und elastisch.

 

APPRETIEREN

Verfahren, um Aussehen (Glanz), Griff, Stand und Gewicht der Ware zu verbessern. Bei der Appretur werden Stoffe entweder mit Appreturmasse getränkt oder einseitig bestrichen. Aufgrund der glatten Oberfläche sind appretierte Stoffe schmutzabweisend. Nicht permanente (Stärke-) Appretur gibt minderwertigen Qualitäten eine bessere Optik. Diese Ausrüstung ist nicht waschfest. Permanent-Appreturen sind bis zu einem gewissen Grad wasch- und reinigungsbeständig.

 

ANTIALLERGIE BETTEN

Es gibt leider mittlerweile sehr viele Allergiker unter uns. Die Meisten davon sind gegen:
"Pollen" oder gegen den Kot der "Hausstaubmilbe" allergisch. 
Beide Allergiker brauchen Betten, welche waschbar sind, um die Allergene abzutöten und auszuspülen. Für solche und auch andere Allergien bieten sich die Allergiker-Betten an, welche mit einer synthetisch hergestellten Faser ( Polyester ) gefüllt sind und bei 60°C oder 95°C gewaschen werden können. Natürlich gibt es mittlerweile auch Daunen-, Feder-, oder Baumwollbetten,
welche sogar bis zu 95° C gewaschen werden können. Doch durch wirklich regelmäßig wiederholtes Waschen ist hier die Haltbarkeit natürlich enorm verkürzt.
 
Es gibt Allergiker-Betten in den verschiedensten Ausführungen. Das leichte Sommer-Steppbett (Mono) passt auf jeden Fall in die haushaltsübliche Waschmaschine.
 
Doch bei dem Duo-Steppbett, welches auch als Ganzjahresbett bezeichnet wird, wird es je nach Füllgewicht schon schwieriger.
 
 
ATLASBINDUNG
 
Im Gegensatz zur Köperbindung zeigt die Atlasbindung eine glatte, geschlossene - strukturlose Oberfläche. Die Bindungspunkte sind gleichmäßig verstreut und berühren sich weder seitlich noch über Eck. Der kleinste Rapport einer Atlasbindung umfasst 5 Kett- und 5 Schussfäden. Wie beim Köper erfolgt die Bezeichnung atlasbindiger Gewebe meist danach, welches Fadensystem (Kette oder Schuss) auf der Gewebeoberseite überwiegend zu sehen ist. Wird innerhalb des Bindungsrapports bei jedem Schuss nur ein Kettfaden gehoben, entsteht Schussatlas, wird nur ein Kettfaden gesenkt, entsteht Kettatlas. Schussatlas wird meist in hoher Schussdichte gewebt. Atlasbindung A 1:4 (3) (Schussatlas) Atlasbindung A 4:1 (2) Kettatlas
 
 
 
 
 
B
 
 
BADEMANTEL
 
Der Bademantel, gelegentlich auch ?Morgenmantel? genannt, ist ein einteiliges Textil, meistens aus flauschigem Material oder Seide, welches häufig nach dem Duschen oder Baden getragen wird, auch um mit dem oft frotteeartigen Stoff die Restfeuchtigkeit aufzunehmen. Bademäntel kommen im privaten, häuslichen Bereich sowie in öffentlichen Schwimmbädern und Saunen zum Einsatz.
 
Gelegentlich sieht man das Kleidungsstück auch mit angenähter Kapuze ("Kapuzenbademantel"). Es werden sowohl Modelle für Damen, Herren und Kinder angeboten. In First-Class-Hotels werden die Bademäntel gestellt, d.h. ihre Benutzung ist im Zimmerpreis enthalten, und sie sind laut Aussagen des Personals bevorzugte Mitnahmeobjekte der Kundschaft. Kimono oder Schalkragen.
 
 
BATIST
 
Fein- bis feinstfädiges, leinwandbindiges Grundgewebe aus Baumwolle, Leinen oder Halbleinen. Heute auch gebräuchlich für feine Gewebe aus Chemiefasern (zellulosische- und synthetische Fasern) und Mischgespinste. Batist wird roh, gebleicht, gefärbt und bedruckt angeboten. Zefir ist die Bezeichnung für buntgewebte Batiste. Mako-Batist ist ein Batistgewebe aus ägyptischer Makobaumwolle. Leinen-Batist wird aus feinstfädigem Hechelflachs gefertigt. Batist-Bettwäsche ist besonders leich und duftig.
 
 
BAUMWOLLE
 
Baumwolle ist eine hochwertige Pflanzenfaser mit idealen Gebrauchseigenschaften. Wolle hat eine natürliche Thermoregulations-Eigenschaft. Wolle kann im Faserinneren Wasserdampf aufnehmen, die Oberfläche stößt Wasser jedoch ab. Sie kann bis zu 33 % ihres Trockengewichtes an Wasser aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen, sie leitet Feuchtigkeit wesentlich schneller ab als z. B. Baumwolle. Da Wollwaren (bezogen auf ihr Gesamtvolumen) aus bis zu 85 % Luft bestehen, wärmen sie gut. Wolle nimmt im Gegensatz zu Kunstfasern wenig Schweißgeruch an.
 
Sie ist ausgesprochen leicht, atmungsaktiv und sorgt für einen guten Feuchtigkeitsaustausch. Baumwoll-Bettwaren sind außerdem eine hervorragende Alternative für Allergiker.
 
 
BESCHICHTEN
 
Die Bezeichnung für das ein- oder beidseitige Aufbringen von Aufstrichmitteln (z.B. Kunststoffe wie PVC, Polyurethan u.a.) auf ein textiles Flächengebilde (Gewebe. Maschenwaren etc.) PVC-Beschichtungen können abgewaschen und auf der Rückseite bis 30° C gebügelt werden - sind jedoch nicht reinigungsbeständig.
 
 
BETT
 
Der Begriff Bett bezeichnet generell ein Möbelstück, das dem Schlafen oder Ruhen dient. Ein einfaches Bett besteht heute in der Regel aus einem Rahmen oder Gestell, auf dem eine Matratze liegt. Zum Teil sind Gestell und Matratze nicht deutlich getrennt (z. B. bei manchem Französischen Bett oder Gästebett). Ergänzt wird das ganze in der Regel durch Bettdecke und Kopfkissen, sowie die dazu gehörigen Bezüge und das Bettlaken (siehe Bettwäsche und Bettware).
 
Betten: Baby- und Kinderbett, Etagenbett, Feldbett, Französisches Bett oder Grand LIt, Futon, Futonbett, Himmelbett, Hochbett, Gitterbett, Pflegebett, Stillbett oder Babybalkon, Seniorenbett, Tagesbett, Wasserbett, Luftbett.
 
 
BETTVORLEGER
 
Bettvorleger sind Heimtextilien (ein kleiner Teppich oder eine größere Matte), die im Schlafzimmer dazu dienen, beim An- und Auskleiden bzw. beim Aufstehen die Füße warm zu halten.
 
 
BETTWARE
 
Bettwaren sind zum Schlafen verwendete Körperauflagen und -unterlagen. Die am häufigsten verwendete Körperauflage ist die Bettdecke (= Oberbett). Körperunterlagen sind Kopfkissen, Seitenkissen, Matratzenauflage (= Unterbett) und Matratze. Sie werden von Bettwäsche (Bettbezüge und Bettlaken) schützend eingehüllt. Es gibt auch noch die Tagesdecke (= Überbett), die aus optischen Gründen tagsüber über die Bettdecke gelegt wird (sie behindert jedoch die wichtige Entlüftung des Bettes und ist daher nicht zu empfehlen).
 
Gängige Typen von Bettdecken sind
 
- das Oberbett, auch Plumeau genannt, in dem das gesamte Füllgut in einer einkammerigen Hülle ruht.
 
die (Karo)- Steppdecke, bei der die Hülle an mehreren Stellen durchstochen wird, um ein Wandern des Füllgutes innerhalb der Hülle deutlich zu erschweren.
 
- die Einziehdecke, bei der die Hülle in zahlreiche Karrees abgenäht wird, um zu verhindern, dass die Füllung wandern kann, und
 
- die ?Duo Einziehdecke?, bei der zwei einzelne, abgesteppte Betthälften, nur an den Außenkanten mit einem Einfassband vernäht werden. Der Vorteil liegt darin, dass das eingeschlossene Luftpolster (Luft ist ein schlechter Wärmeleiter), die Körperwärme hält und es sich dadurch besonders als Winterbett durchgesetzt hat.
 
- die Stegdecke, bei der die vorgenannten Karrees nicht durchgenäht, sondern durch Zwischenstege von rund 1 bis 2 cm Höhe gegeneinander abgetrennt sind. Durch diese Stege werden Kältebrücken vermieden.
 
Größen von Bettdecken und Kopfkissen:
 
Die Standardgrößen für Bettdecken im Laufe der letzten fünfzig Jahre verändert, was einerseits auf die gestiegenen Körpergrößen der Käufer, andererseits auf den Wunsch nach mehr Komfort zurückzuführen ist. Im allgemeinen kann gesagt werden, dass es für Bettdecken folgende Standartgrößen gibt: 135/200 (normal), 155/220 (Übergröße), 200/250 (Doppelbett), für Kissen 60/80, 50/80 und 40/80.
 
Hüllen von Bettdecken und Kissen:
 
Die Hüllen dienen dazu, das Füllgut aufzunehmen. Sie sollen verhindern, dass Füllgut (z. B. Federkiele) nach außen durchdringen oder unerwünschte Partikel (z. B. Hautschuppen) bzw. Milben eindringen können. Andererseits müssen die Hüllen luftdurchlässig sein und eingedrungene Feuchtigkeit wieder entweichen lassen. Daher verbieten sich luftundurchlässige Gewebe. Hüllen sind daher meist aus dicht gewebter Baumwolle gefertigt. Je nach Dichte der Fäden pro cm² spricht man von:
 
- Einschütte, z. B. aus Daunenperkal, für billigere Qualitäten und
 
- Inlett, z. B. aus Batist für die hohen Qualitäten.
 
Je nach Qualität und Beanspruchung schwankt die Lebensdauer einer Hülle recht stark. Porös gewordene Hüllen zu ersetzen und das Füllgut in neue Hüllen umzubetten empfiehlt sich in den seltensten Fällen, weil dies meist teurer ist als der Kauf einer komplett neuen Bettdecke.
 
 
BETTWÄSCHE
 
Es sind dies alle Textilien, welche in einem Bett Verwendung finden. Dies sind im Wesentlichen der Matratzenschoner aus Molton, das Unter- und Oberleintuch und die Bezüge über Kopfkissen und Bettdecke (von unten nach oben).
 
Die Bettwäsche ist aus hygienischen Gründen wichtig, da der Mensch beim Schlafen schwitzt und die Textilien mit Hautkontakt verschmutzt. Daraus ergibt sich die Anforderung, dass die Bettwäsche leicht gewechselt und gewaschen werden kann, daher auch der Begriffsteil Wäsche. Die Überzüge haben immer häufiger Reissverschlüsse statt Knöpfe. In Hotels sind und bleiben sie nur zum Einstecken (großzügiger bemessener Stoff - traditionell und wegen häufigen Waschens).
 
Bettwäsche hat nicht nur einen praktischen Zweck, sondern auch einen ästhetischen. Sie kann als gestalterisches Element im Schlafzimmer eingesetzt werden und eine angenehme oder erotische Atmosphäre schaffen.
 
Bettwäsche gibt es in den verschiedensten Größen, Designs und Materialien:
 
- Baumwolle - Bettwäsche wird fast ausschließlich aus Baumwolle hergestellt.
 
- Biber (Flanell) - Eine Art angerauhte Baumwolle, die im Winter und kalten Gegenden empfehlenswert ist.
 
- Leinen - Früher bestand Bettwäsche aus Fasern vom Lein. Die Fasern haben einen eher harten Griff.
 
- Satin - Gewebte Bettwäsche mit einem schönen Glanz (unterschiedliches Material).
 
- Jersey - ist ein Gestrick, verzieht sich daher leicht.
 
- Leinwand - ein Gewebe, gut bedruckbar, formstabil, angenehm auf der Haut, für jede Jahreszeit geeignet.
 
- Frottee (Frottier) - bei Bettwäsche meist ein Gewirk mit besonderer Saugfähigkeit und angenehmen Griff
 
- Seersucker - ein Gewebe aus Baumwolle, das sich durch abwechselnde glatte und geraffte Stoffstreifen auszeichnet.
 
 
BIBER
 
Köperbindiges (neuerdings gelegentlich auch leinwandbindiges) Baumwollgewebe, mit voluminösem Schussgarn (Mulegarn). Feinbiber, Flanell. Das Gewebe ist beidseitig so stark geraut, dass eine flauschige, dicht geschlossene Faserdecke (Rauflor) entsteht. Biber-Qualitäten sind gebleicht, gefärbt und bunt bedruckt als Betttücher (Betttuchbiber) und Bettwäsche-Garnituren auf dem Markt
 
 
 
 
BIESE
 
Die Biese ist eine mit hochwertigen, dekorativen Garnen umsponnene Zierschnur, die bei Decken und Kopfkissen als Randverstärkung eingenäht wird.
 
 
 
BLEICHEN
 
Will man der Ware (z.B. Weißwaren) ein reinweißes Aussehen verleihen oder sie in hellen Pastelltönen färben, wird sie gebleicht. Durch Bleichmittel wird der natürliche Farbstoff teilweise oder vollständig entfernt
 
 
 
BROKAT - DAMAST
 
Ursprünglich mit Gold- und Silberfäden durchwebte Seidengewebe) Heute Phantasiebezeichnung für besonders feinfädige, dichtgewebte Mako-Damaste und hochwertige Buntdamaste. Brokat-Damast ist aus reiner Baumwolle bester Provenienzen hergestellt. Die Garne sind gekämmt, das Gewebe ist mercerisiert und hat eine besonders hohe Fadendichte. Die Webung für Bettwäsche erfolgt in Jacquardbindung. Mako-Brokat Damast zählt zu den wertvollsten und edelsten Bett- und Tischwäsche-Qualitäten.
 
 
 
BUNTGEWEBE
 
Gewebe, die durch wechselnd farbige Kett- oder Schussfäden oder in Kombination aus beiden gemustert werden.
 
 
 
 
 
C
 
 
CASHMERE (KASCHMIR)
 
Cashmere ist eine edle Füllung, die sich durch besondere Weichheit und Leichtigkeit auszeichnet.
Sie wird von den Haaren der Cashmereziege gewonnen. Dieses Naturhaar wird, wie auch Kamelhaar, als Edelhaar bezeichnet, da nur das ganz feine Unterhaar Verwendung findet, während Schurwolle weitgehend komplett zur Verarbeitung kommt. Cashmere ist selten und dieser Umstand wirkt sich auch auf den Preis einer mit Cashmere gefüllten Bettdecke aus. Dennoch ist dieses bekannte Natur-haar auch im Bereich der Bettdecken sehr gefragt, da es sich besonders angenehm und leicht anfühlt.
 
 
 
CHENILLE
 
samtartig wirkendes Gewebe, dessen Schuss aus einem speziellen Garn (Chenillegarn) besteht.
 
 
 
 
CREPE (Crêpe)
 
Sammelbegriff für Gewebe, die durch überdrehte Garne (Crêpegarne = Kreppgarne), Bindung oder Spezialausrüstung ein unregelmäßiges, körniges Oberflächenbild erhalten. Folgende Bezeichnungen beziehen sich auf die Herstellungstechniken: Crêpe (echter Krepp) = (Crêpegarne in Kette und/oder Schuss) Webkrepp = (glatte Garne - Kreppeffekt durch die Bindung) Gaufragekrepp = (Prägung) Laugierkrepp = (Alkaliaufdruck) In der Praxis wird die verdeutschte Bezeichnung Krepp häufig ausschließlich für die "unechten" Kreppgewebe angewandt, deren Krepp-Charakter über die Bindung oder durch Nachbehandlung erzielt wird.
 
 
 
CRETONNE (KRETONNE)
 
Glattes, leinwandbindiges Baumwollgrundgewebe aus kräftigen bis mittelfeinen Garnen (gröber als Renforcé). Wird roh (als Nessel), gebleicht, gefärbt und bedruckt angeboten. Cretonne ist unempfindlich gegen hohe Wasch- und Bügeltemperaturen.
 
 
 
D
 
 
DAMASSÉ
 
Sammelbezeichnung für Jacquardstoffe mit reicher Figurmusterung, meist aus Seide oder Reyon, den echten Damasten nachgebildet. Echte Damassé-Gewebe sind zweischüssig, wobei sich die Figuren vom Kettsatingrund scharf abheben. Die Abstufung der Musterkonturen ist wie beim echten Damast zackenförmig. Um neben dem Grundeffekt in Kettatlasbindung auch Schussflottierungen zu erzielen, werden zusätzlich zur Jacquardmaschine sogenannte Hebestäbe (Tringles) verwendet.
 
 
 
DAMAST
 
Hochwertiges, meist floral oder ornamental großgemustertes Gewebe mit Atlasgrund. Die Bezeichnung Damast, früher ein rein technischer Begriff (mehrfädige Abstufung der Konturen), wird heute vom Handel fast allgemein für jacquard gemusterte Gewebe in Damast-Qualität verwendet. Durch die wechselseitige Anwendung von Kett- und Schussflottierunen und die damit verbundene, unterschiedliche Lichtreflektion, entsteht ein kontrastreiches Musterbild, das sich deutlich vom Fond abhebt. Die Mustermöglichkeit lässt bei Verwendung großer Jacquardmaschinen sehr große Rapporte (großflächige, bildhafte Motive) zu. Der seidige Glanz wird durch spezielle Ausrüstung (Kalandern) noch intensiver. Charakteristisch für den echten Damast sind die mehrfädig abgestuften und daher gezackten Musterkonturen - im Gegesatz zu den durch einfädige Abstufungen glatt verlaufenden Musterrändern bei "unechtem" Damast (Halbdamast) für Bett- und Tischwäsche. Bei der Bettwäsche haben sich im laufe der Zeit Bezeichnungen herausgebildet, mit denen bestimmt Gütebegriffe verbunden sind.
 
 
 
 
 
DAUNASAN
 
Daunasan® und Downafresh® sind Marken des Verbandes der Europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V. Sie dokumentieren, dass das Füllmaterial der EN 12935 entspricht (Federn- und Daunen - Anforderungen an Hygiene und Reinheit)
 
 
 
DAUNEN
 
Der Unterschied zwischen Daunen und Federn besteht darin, dass die Daune hervorragende Eigenschaften in Leichtigkeit und Wärmeisolationsvermögen aufweisen kann. Ermöglicht wird das durch die filigrane Struktur der Daune mit mikroskopisch kleinsten Verästelungen. In den vielen dazwischenliegenden Hohlräumen befindet sich eine isolierende Luftschicht, die Wärme sehr gut speichern kann. Dies erklärt, warum Daunen so leicht, weich und so angenehm wärmehaltend sind.
 
Die Natur lädt uns zum Staunen ein: Daunen sind mit einem System kleinster Luftkanäle versehen. Liegen bauschige Daunen übereinander, entstehen zusätzliche Hohlräume, die mit Luft gefüllt sind. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, gewähren Daunen- und Federfüllungen einen idealen Schutz gegen schnellen Wärmeverlust.  Gänse- und Entendaunen sehen wie zarteste Schneeflocken aus. Sie verfügen über einen Kern, aus dem strahlenförmig seidenweiche Daunenfädchen mit feinsten Verästelungen herauswachsen. Ca. 1000 Daunen können in einem Fingerhut gepresst werden. Lässt man sie los, entfalten sie sofort wieder ihr enormes Füllvolumen.
 
Daunen sind von Natur aus durch ihre hohe Bauschkraft und ihren hygroskopischen Aufbau als Füllgut für Zudecken und Kissen vorzüglich geeignet, da sie trotz unterschiedlicher Füllkraft extrem weich und kuschelig sind. Sie transportieren die Feuchtigkeit vom Körper weg und sorgen so in idealer Weise für ein ausgeglichenes Bettklima.
 
 
 
DAUNENDECKE
 
Daunendecken liegen durch ihr geringes Gewicht leicht auf dem Körper und werden von daher von den meisten Kunden bevorzugt, da sie die Zudecke kaum spüren und in Ihrer Bewegung während des Schlafes nicht beeinträchtigt werden. Zusätzlich sind Daunen und auch Federn noch hygroskopisch, das heißt wasseranziehend. So können sie leicht die ausgedünstete Flüssigkeit aufnehmen und an die Umgebungsluft wieder abgeben. Daunen und Federn sorgen in idealer Weise für ein ausgeglichenes Schlafklima. Daunen und Federn klimatisieren das Bett körpergerecht, d.h. weder zu feucht noch zu trocken.
 
 
DAUNENSTEP, DAUNEN-STEP
 
Bezeichung für ein Steppbett mit Daunenfüllung. Meist abgesteppt, sodass die Daune nicht verrutschen kann.
 
 
 
DECKE - DECKEN
 
Eine Decke ist ein meist rechteckiges oder quadratisches Stück Stoff, die häufigste Anwendung findet sie bei uns als warmhaltende Zudecke und als Tischdecke.
 
Zuweilen wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch ein Tuch als Decke bezeichnet (Tischdecke), doch kann zur Differenzierung gesagt werden, dass die leichteste Decke immer noch stärker ist als das dickste Tuch. Während Decken nahezu immer der Erhaltung der Körperwärme dienen, werden Tücher oft als Schmuck und aus Hygienegründen verwendet. Es gibt verschiedene Deckenarten:
 
- Eine Rettungsdecke ist eine extrem dünne, reißfeste, wasserdichte und wärmeisolierende Folie, die bei der Ersten Hilfe Anwendung findet.
 
- Die Krankenhausdecke kommt als Unterlage oder gegen Wärmeverlust bei Rettungsdienst und Feuerwehr zum Einsatz.
 
- Eine Bettdecke wird zum Zudecken beim Schlafen benutzt.
 
- Der Quilt ist eine meist handgemachte Zierdecke.
 
- Die Kuscheldecke soll möglichst flauschig sein.
 
- Eine Pferdedecke ist eine dünne Decke zum Schutz vor dem Aufscheuern durch den Sattel. Die Abschwitzdecke wird dem Pferd nach dem Reiten aufgelegt, um es vor Wind und Wetter zu schützen.
 
- Eine Tagesdecke wird zum Bedecken von Betten genutzt.
 
- Die Tischdecke kann zum Schutz von hochwertigen Tischoberflächen, wie Holz oder Marmor, oder aus gestalterischen Gründen verwendet werden.
 
 
 
DECKCHEN
 
Mit Deckchen (auch Tischset oder Platzdeckchen genannt) wird ein meist rechteckiges Stück Stoff, Kunststoff, Bastmatte, Papier o. ä. bezeichnet, das in der Regel auf dem Esstisch platziert wird und auf das der Teller und das Besteck vor dem Beginn des Essens zum Gebrauch bereitgelegt werden. Tischsets sollen den Tisch bzw. die Tischdecke vor Verschmutzung schützen. Bisweilen werden Tischsets aber auch rein dekorativ verwendet. Deckchen sind in den verschiedensten Dekors zu haben und auch als Merchandise-Artikel verbreitet.
 
 
 
DESIGN
 
deutsch: "Gestaltung", bedeutet meist Entwurf oder Formgebung. Es ist ein Lehnwort aus dem Englischen, das wiederum aus dem lateinischen designare = (be)zeichnen abgeleitet ist und in viele Sprachen Eingang gefunden hat.
 
 
 
 
DRUCKEN
 
Eines der wichtigsten Dessinierungsverfahren bei Haustextilien. Dazu werden heute fast ausnahmslos maschinelle Verfahren angewandt. Die wichtigsten Druckverfahren sind: - Rouleauxdruck - maschineller Filmdruck - Heißtransferdruck Bedruckte Textilien sollten im Allgemeinen nicht heißer als bei 60°C gewaschen werden.
 
 
 
DUBIS MUSSNER
 
Einzelhandelsgeschäft für Heimtextilien unter den Meraner Lauben.
 
 
 
E
 
 
EASY-CARE-AUSRÜSTUNG
 
(sprich ihsi-Kähr): Engl. für "leicht zu pflegen". Gemeint sind Fleckenschutz- und Bügelfrei-Ausrüstungen, aber auch die leichte Pflege in Waschmaschine und Trockner.
 
 
 
 
 
EIDERDAUNE
 
Daune, gesammelt aus den Nestern der Eiderenten.
 
 
 
EINSCHÜTTE
 
Dieses daunendichte Gewebe wird in Leinwandbindung hergestellt. Grundsätzlich werden nur hochwertige, gekämmte, fein ausgesponnene Baumwollgespinste in den Nummernbereichen Nm 70 bis Nm 100 (in Außnahmefällen bis Nm 135) verwendet. Mitunter trifft man für den Namen Einschütte auch die Bezeichnung Cambric an oder man spricht von Daunenperkal, wenn es sich um bedruckte Einschütte handelt.
 
 
 
EINSTELLUNG
 
Sie charakterisiert die Geschlossenheit eines Gewebes und gibt an, wieviel Fäden sich auf einer bestimmten Fläche (z.B. cm²) in Kett- oder Schussrichtung befinden. Bei zwei durch Schrägstich getrennte Zahlen, z.B. 28/23, gibt die erste die Kett-, die zweite die Schuss-Fadenzahl an.
 
 
EINZIEHDECKEN
 
Konfektionsart für Bettdecken, bei denen die obere und untere Inletthülle direkt miteinander abgesteppt werden und so Kästchen bilden, in denen die Füllung enthalten ist. Die Kästchen sind fest verschlossen und die Daunen und Federn können sich nicht zwischen den Kästchen bewegen. Der Außenrand ist mit einer Biese oder mit einem mit Knopfloch versehenen Rand ausgestattet.
 
 
 
ELASTAN
 
Sammelbegriff für elastische Fäden aus Polyurethan, die Geweben und Maschenwaren Rücksprungkraft und damit weniger Knitteranfälligkeit geben. Elastan wird nie allein verarbeitet, sondern immer in Kombination mit anderen Materialien. Bekannteste Markennamen: Dorlastan und Lycra (siehe dort). Gewebe mit Elastan werden als Stretch-Stoffe bezeichnet.
 
 
 
EN12934
 
Die Bezeichnungen der EN 12934 sollen die Bezeichnungen, unter denen Federn/Daunen verkauft werden, regeln. Sie sind die ersten und einzigen Bezeichnungsvorschriften, die von allen EU- und Efta-Staaten, sowie der Tschechischen Republik erarbeitet wurden.
 
 
 
F
 
 
 
FARBECHTHEIT
 
Darunter versteht man die Widerstandsfähigkeit von Färbungen und Drucken gegen Waschen, Chemischreinigung, Licht, Wetter etc.. Sie lässt sich durch die Wahl entsprechender Farbstoffe den Anforderungen anpassen, die an die jeweilige Ware gestellt wird.
 
 
 
FASER
 
Beschreibung der Fasern Im Bereich "Haustextilien" werden in der Hauptsache folgende Fasern verarbeitet:
 
I. Naturfasern
 
Baumwolle
 
Samenfaser der Baumwoll-Pflanze wichtigste Faser im Bereich Haushaltstextilien (Marktanteil 64%) wichtigstes Qualitätsmerkmal ist die Faserlänge (Stapellänge)
 
- sehr saugfähig (Wasserrückhaltevermögen 45-65%)
 
- kann fast 10% ihres Gewichts an Wasser aufnehmen, ohne dass man Feuchtigkeit spürt; deshalb Spitzenposition überall dort, wo Textilien direkt mit der Haut in Berührung kommen
 
- "hautfreundlich" - kratzt und scheuert nicht, ruft keine Allergien hervor
 
- knittert leicht; Knitterneigung lässt sich jedoch durch Ausrüstungsprozesse erheblich verringern
 
- kann gebleicht oder wasch- und lichtecht gefärbt werden
 
- ist unempfindlich gegenüber hohen Wasch- und Bügeltemperaturen und robuster Waschbehandlung
 
Leinen (Flachs)
 
aus den Stengeln der Flachs-Planze gewonnene Bastfaser Leinen besteht aus Zellulose
 
- reißfester als Baumwolle, jedoch weniger elastisch
 
- sehr strapazierfähig, koch- und waschbeständig
 
- fusselfrei (ideal für Gläser- und Geschirrtücher)
 
- knittert leicht; deshalb häufig knitterarm ausgerüstet
 
Reinleinen: Kette und Schuss aus reinem Leinen (100% Leinen) Halbeleinen: Kette aus reiner Baumwolle, Schuss aus reinem Leinen; Leinenanteil darf dabei 40% nicht unterschreiten
 
II. Chemiefasern
 
Viskose - Faser (Zellwolle)
 
Faser aus regenerierter Zellulose; gewonnen z.B. aus Buchernholz (z.B. eingetr. Warenzeichen "Modal")
 
- Festigkeit geringer als bei Baumwolle
 
- knittert leicht
 
- empfindlich gegenüber hohen Wasch- und Bügeltemperaturen
 
- bei Hauswäsche ist die Faser meist nur in Verbindung mit Baumwolle auf dem Markt
 
- Hochglanz-Effekte
 
Einsatz bei Bettwäsche als Beimischung zur Baumwolle, um erhöhte Geschmeidigkeit und besseren Glanz zu erzielen.
 
Polyester - Faser synthetischer Faser, die einen hohen Anteil an der gesamten Chemiefaser-Produktion hat
 
- hohe Festigkeit
 
- besitzt gute Säure-, Licht- und Wetterbeständigkeit
 
- hat nur geringe Feuchtigkeitsaufnahme
(Wasserrückhaltevermögen 3-5%)
 
- trockent schnell
 
- ist biologisch kaum abbaubar
 
 
 
FEDERN
 
Federn sind durch den hohlen Kiel stark gekrümmt. Der Aufbau einer Feder besteht in der Mitte aus einem hohlen Kiel, nach beiden Seiten zweigen haardünne Äste ab. Federn werden besonders für Kopfkissen verwendet - mit mehr oder weniger Daunenanteil. Kleine Federn mit einem Kiel, die der Bettdecke Elastizität und Haltbarkeit verleihen. Sie hat eine kürzere und weichere Fahne als die Langfedern und im Gegensatz zu Flaumfedern einen gut entwickelten Kiel.
 
 
 
 
FILLING POWER / FÜLLKRAFT
 
Gewicht/Volumen-Verhältnis von Daunenflocken. Je höher die Füllkraft (Filling Power), desto hochwertiger die Qualität der Daune.
 
 
 
FILZ
 
Nichtgewebte Ware, bei der die Wollfasern durch Wärme, Feuchtigkeit, mechanische und chemische Behandlung (Walken) verfestigt werden.
 
 
 
 
FISCHGRAT / FISCHGRÄTEN
 
Stoffmuster in Längsstreifenrichtung, vergleichbar mit der Form einer Fischgräte. Der französische Ausdruck dafür heißt Chevron (sprich schäwrong).
 
 
 
 
 
 
FLANELL
 
Sammelbegriff für alle ein- oder beidseitig gerauten Gewebe in Leinwand- oder Köperbindung. Flanell ist gekennzeichnet durch einen deutlichen, kurzen Flor und weichen Griff. Die Faserdecke ist nicht so fest angewalkt, so dass das Bindungsbild noch zu erkennen ist. Besonders leichte Bettwäsche-Qualitäten sind aufgrund ihrer Feinheit unter den Phantasiebezeichnungen Feinflanell und Edelflanell auf dem Markt. Finette: Köperbindung, beidseitig geraut für Hemden, Bettwäsche etc.
 
 
 
FLEECE 
 
(engl. für Flausch. Heute der Begriff für stark geraute Qualitäten, die ursprünglich aus der Sportmode kommen. Aus Preisaspekten überwiegend aus Chemiefasern, teurer aus Wolle oder Baumwolle.
 
 
 
 
FROTTEE (FROTTIER)
 
Wird im Gegensatz zu Frottiergewebe auf normalen Webstühelne hergestellt. Die Bezeichnung Frottee ist bestimmten Geweben aus Effektzwirnen vorbehalten. Der Schuss besteht aus sehr plastischen, dicken Frottézwirnen mit starker Schlingenbildung. Beim Verweben entsteht somit ein körniges, schlingreiches Warenbild mit stumpfer, unebener Oberfläche.
 
 
 
FROTTIER
 
Frottiergewebe (Schlingengewebe) werden auf besonders konstruierten Frottierwebmaschinen (in Schaft- oder Jacquardtechnik hergestellt. Dei Gewebe bestehen aus 3 Fadensystemen: einer straff gespannte Grundkette, einer lockeren Florkett (auch Pol,- Schlingen- oder Frottiergett) und dem Schuss. Je nach Qualität der Ware werden Schussgruppen (3 oder 4 Schüsse) in einer der Schlingenhöhe entsprechend Entfernung angeschlagen. Beim Anschlag nimmt die Schussgruppe die Florkett mit, die dabei im Wechsel nach oben und unten Schlingen bildet. Werden die Schlingenköpfe an der Oberseite auf einer Schermaschine aufgeschnitten, entsteht Web-Frottier-Velours.
 
 
 
FROTTIER-VELOURS
 
Bezeichnung für dichte Frottiergewebe mit aufgeschnittenen Schlingen (an der Oberseite). Durch zusätzliches Walken und Scheren der Ware eine plüschartige, samtige Oberfläche - währen die Rückseite Schlingen aufweise. Erkennungsmerkmale Kurz zusammengefasst - leicht zu merken: Frottee: - Gewebe vom normalen Webstuhl - schlingenreiches Warenbild durch Frottézwirn im Schuss - Schlingen lassen sich nicht aufziehen Frottier - Gewebe von der Frottierwebmaschine - Schlingenbildung durch Florkette - Schlingenfaden lässt sich in Kettrichtung herausziehen
 
 
 
FÄRBEN
 
Man unterscheidet im Wesentlichen drei Arten der Farbgebung: - Garnfärbung - Stückfärbung - Druck Je nach Faserart sind dabei verschiedene Färbungstechniken erforderlich. So müssen unter Umständen Mischgewebe zweimal gefärbt werden. Mehrfarbige Textilien sind entweder buntgewebt (garngefärbt) oder bedruckt. Garnfärbung ist relativ teuer und gibt von vornherein einen gewisse Gewähr für gute Farbechtheit. Einfarbige Textilien sind meist stückgefärbt, ausgenommen hochwertige Bettdamaste u. a. Je nach Farbechtheit vertragen Haustextilien Waschtemperaturen bis 60°C oder 95°C.
 
 
 
G
 
 
GARNE
 
Natur- und Chemiefasern werden zu Garnen und Zwirnen verarbeitet. Garn Im Sinne von "Einfach-Garn", ist ein einfädiges textiles Gebilde, bestehend aus Spinnfasern oder Filamenten (Endlosfasern). Spinnfasergarn besteht aus einer Anzahl Spinnfasern, die durch Verdrehen (Spinnen) zusammengehalten werden. Ein Filamentgarn besteht aus einem oder mehreren Filament(en), ohne oder mit Drehung hergestellt. Gefachtes Garn Zwei oder mehr einfache Garne oder Zwirne, die zusammen- gespult, jedoch nicht miteinander verdreht sind. ZwirnSammelbegriff für alle linienförmigen textilen Gebilde, die durch Zusammendrehen (Zwirnen) einfacher Garne oder/und Zwirne gleicher oder verschiedener Art entstanden sind. Einstufige Zwirne werden in einem Zwirnvorgang aus zwei oder mehr einfachen Garnen hergestellt. Mehrstufige Zwirne werden in einem oder mehreren zusätzlichen Zwirnvorgängen aus einstufigen oder/und mehrstufigen Zwirnen, gegebenenfalls auch unter Mitverwendung von einfachen Garnen, hergestellt. Durch das Zwirnen wird die Festigkeit des Fadens gesteigert und die Gleichmäßigkeit verbessert. Zwirne sind fester und widerstandsfähiger als Garne gleicher Feinheit. Durch entsprechende Abwandlung in der Verarbeitung kann man den Zwirnen Mustereffekte verleihen. Die be- kanntesten Zwirne dieser Art sind Frotté-, Flammen-, Noppen-, Kräusel-, Schlingen,- und Raupenzwirn. Bei Stoffbezeichnungen weist das Wort "Zwirn" darauf hin, dass es sich um ein besonders festes und dauerhaftes Material handel, das aus gezwirnten Garnen besteht. Spezielle Garne Gekämmte und supergekämmte Garne Sie bestehen aus langen, hochwertigen Fasern, die kurzen Fasern wurden mit Hilfe einer Kämmmaschine ausgeschieden bzw. ausgekämmt. Der Prozentsatz der ausgekämmten Fasern entscheidet über die Kennzeichnung. Das Verfahren verteuert das Material, macht aber die daraus hergestellten Stoffe besonders glatt, glänzend und haltbar. Texturierte Garne Endlose Chemiefasern, die durch ein Texturierverfahren permanent verformt werden, bezeichnet man als texturierte Garne, Kräusel- bzw. Stretch-Garne. Durch das Texturieren (Oberflächenverformung), das heute in unzähligen Variationen möglich ist, erhalten die Garne spezielle Eigenschaften wie z.B. Kräuselung, größere Elastizität, voluminöseren und weicheren Griff, erhöhte Feuchtigkeits- aufnahme, höheren Lufteinschluss etc. Mischgarne (Mischgespinste) besteht aus Mischungen verschiedener Faserarten
 
 
 
GERSTENKORN
 
Gewebe mit einer gut gegliederten, grobkörnigen Oberfläche. Die Bindungsart ist abgeleitet von der Leinwandbindung - in der Weise, dass mehrfach kreuzende Fadenflottierungen in Kette und Schuss entstehen. Kurz gesagt - leicht zu merken: Typisches Bindungsbild: 2 Kette- und 2 Schussfäden liegen kreuzweise flott und bilden das "Korn". Die Bindung findet vor allem Einsatz bei Handtüchern aus Baumwolle, Halbleinen oder Leinen. Gerstenkorngewebe sind sehr saugfähig und haben aufgrund der narbigen Struktur eine gut frottierende Wirkung
 
 
 
GESTRICKE
 
Sie bestehen aus einem Faden, der in Querrichtung durch die Ware verläuft und durch die Nadeln zu Masche verschlungen wurde. Diese Ware kann aufgezogen werden und neigt bei Fadenbruch zu Fallmaschenbildung
 
 
 
GEWEBE
 
sind textile Flächengebilde, die mittels Fachbildung aus sich rechtwinklig verkreuzenden Fäden zweier Fadensysteme, Kette und Schuss, hergestellt sind. Kette = Fäden in Längsrichtung Schuss = Fäden in Querrichtung Die Art und Weise, wie Kette und Schuss miteinander verkreuzt werden, bezeichnet man als Bindung. Bindung, Garnfeinheit und Einstellung (Fadendichte) bilden die wesentlichen Komponenten eines Stoffes. Die drei Grundbindungen sind: Leinwandbindung bei Baumwolle = Kattunbindung bei Wolle = Tuchbindung bei Seide = Taftbindung Körperbindung Kett- oder Schusskörper Atlasbindung (franz. Satinbindung) Kett- oder Schussatlas Neben den drei Grundbindungen gibt es eine Vielzahl an Varianten, die von den Grundbindungen abgeleitet werden, sowie Spezialbindungen.
 
 
 
GRUBENTUCH
 
Handtuchstoff mit schachbrettartiger, hell/dunkler Würfelmusterung (häufig weiß/blau) aus Baumwolle, Halbleinen oder Leinen. Die Würfeloptik entsteht durch Musterwechsel (Kett- und Schussköper) und unterschiedliche Garnfärbung (Kette hell - Schuss dunkel). Grubentuch findet hauptsächlich als strapazierfähiges Küchenhandtuch Einsatz.
 
 
 
H
 
 
HANDARBEITSTOFFE
 
Zählstoff ist der Handelsname für ein leinwandbindiges Gewebe, das aufgrund des klaren Bindungsbildes und der einfachen Handhabung im Auszählen und Aussticken besonders für den Handarbeitsunterricht gebräuchlich ist.
 
 
 
HANDTÜCHER
 
Ein Handtuch ist ein Tuch zum Abtrocknen von Händen, Körper oder Gegenständen (z. B. Geschirr). Für den Körper werden meist Frotteehandtücher verwendet, wegen der Saugfähigkeit meist aus Baumwolle. Am Arbeitsplatz und überall dort, wo zahlreiche Menschen verkehren, wird aus hygienischen Gründen die Verwendung von Einmalhandtüchern aus Papier empfohlen. Auch Tuchrollen mit automatischer Aufrollmechanik sind eine Alternative zum Gemeinschaftshandtuch.
 
Badehandtuch, Duschtuch, Liegetuch, Saunatuch, Frottierhandtuch, Gästetuch, Gästehandtuch, Seiftuch, Bidettuch, Duschvorleger, Badevorleger, Badeteppich, Badematte, Bademantel.
 
 
 
HAUSSTAUBMILBE
 
Hauptverursacher von Allergien im häuslichen Bereich ist - die für das bloße Auge ?unsichtbare? - Hausstaubmilbe. Feuchtigkeit, Wärme und die natürliche menschliche Hautschuppung als Nahrung schaffen für die Milben einen idealen Lebensraum - die Matratze. Einen sicheren Schutz bietet z.B. VarioProtect® (siehe Stichwort). Das dichte Gewebe von Zudecken und Kissen, z.B. aus Bramscher Tuch (siehe Stichwort), ist für die Hausstaubmilbe undurchdringlich.
 
 
 
HAUSTUCH
 
Grobfädiges, dichtes Baumwollgewebe in Leinwandbindung für Betttücher, sehr strapazierfähig.
 
 
 
 
HOHLSAUM
 
Handarbeitstechnik, bei der am Saumeinschlag Fäden aus dem Gewebe rausgezogen werden und die verbleibenden gebündelt mit dem Saumseinschlag festgenäht werden. Es entstehen durchbrochene Streifen. Dieser Effekt mit Spezialmaschinen imitiert und als Zierelement eingesetzt.
 
 
 
HOTELVERSCHLUSS
 
Als Hotelverschluss bezeichnet man eine Verschlussform für Bezüge von Bettdecken und Kopfkissen, die ohne Knöpfe oder Reißverschluss auskommt. Dabei wird der Stoff am offenen Ende des Bezuges einseitig ein Stück nach innen eingeschlagen und am Rand vernäht (siehe Bild). Kissen und Einziehdecke werden durch den Einschlag im Bezug gehalten. Gelegentlich wird auch der Ausdruck Bezug mit Einschlag verwendet.
 
Bettdecken und Kopfkissen mit Hotelverschluss können schneller bezogen werden als solche mit Knopfverschlüssen, weswegen sie besonders in Hotels (daher der Name) und Krankenhäusern, aber auch im häuslichen Bereich Verwendung finden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ? auch gegenüber Bezügen mit Reißverschlüssen ? besteht in der leichteren Handhabung beim Waschen und vor allem beim Mangeln.
 
 
 
HOTELWÄSCHE, HOTELTEXTILIEN, CONTRACT, WÄSCHE, OBJEKTBEREICH
 
 
 
HUSSE
 
Eine Husse (v. a. in der Schweiz auch Housse, von frz. la housse = Pferdedecke, Überzug, Schutzhülle) ist ein Überzug für ein Möbel. Sie wird in der Regel bei Sitzmöbeln eingesetzt, kann bspw. aber auch bei Stehtischen oder Festzeltmöbeln Verwendung finden. Die Husse ist der Form des Möbels angepasst und meist auf textiler Basis gefertigt. Hussen dienen einerseits dem Schutz vor Staub, anderer Verschmutzung oder Abnutzung und können andererseits als dekoratives Element eingesetzt werden. Hussen sind somit auch dazu geeignet, alte Sitzmöbel preiswert aufzuwerten.
 
Gelegentlich wird auch der Begriff Schonbezug synonym verwendet. Obwohl von gleicher Herstellungsart und Material, trifft der Begriff den Einsatzzweck einer Husse jedoch nur teilweise. Während man z. B. bei Sitzmöbeln unter Schonbezug meist die Einfassung der Sitz- und Lehnenpolster versteht, hüllt die Husse das gesamte Möbel ein.
 
 
 
I
 
 
INLETT (HÜLLE)
 
Inlett ist ein Baumwollgewebe mit einer Kettköper-Bindung 2/1. Das etwas weicher gedrehte Schussgarn geht unter zwei Kettfäden durch und über den dritten hinweg. Die glatten und etwas härter gedrehten Kettfäden bestimmen das Oberflächenbild der rechten Warenseite. Das zu zwei Dritteln auf der Innenseite liegende, weichere Schussgarn bewirkt beim Gebrauch in Verbindung mit Federn- und Daunenteilchen eine feine Verfilzung der Gewebefläche. Dadurch wird die ohnehin vorhandene Gewebedicht noch erhöht.
 
 
 
INTERLOCK
 
Feiner, dehnbarer Maschenstoff bzw. doppelflächige Kulierware (Rechts-Rechts-Gekeuzt). Das heißt: Interlock ist die Kombination zweier 1/1 Rippwaren. Beide Warenseiten sehen gleich aus und lassen nur rechte Maschen erkennen. Die Ware ist glatt und erscheint nicht gerippt.
 
 
 
J
 
 
JACQUARD-GEWEBE
 
zeigen großflächige, variationsreiche Bindungsmuster, wie sie besonders bei Damast-Bettwäsche und -Tischwäsche zu sehen sind. Der Begriff Jacquard geht zurück auf den französischen Erfinder J.M. Jacquard (1752-1834), der eine Steuerung für Webstühle erfand, bei der mit Hilfe von Lochkartenbändern die einzelnen Kettfäden beim Weben beliebig angehoben und gesenkt werden können. Hierdurch wurde die Herstellung von Stoffen mit großflächigen, koplizierten Webmustern möglich. Jacquardweberei wird nach Möglichkeit nur dann angewandt, wenn die kostspielige Technik einen hochwertigeren Warencharakter verspricht.
 
 
 
JERSEY
 
Name für alle Maschenstoffe. Namensgeber ist die englische Kanalinsel Jersey. Jersey ist ein leicht dehnbares, weiches Gestrick mit einer leichten Rippenstruktur. Durch seine hohe Elastizität gewährt er optimale Passform
 
 
 
K
 
 
 
KALMUK
 
Schweres Baumwollgewebe in Doppelschusstechnik mit weich gedrehtem Schussmaterial, beidseitig stark geraut, so dass keine Bindung mehr zu erkennen ist. Kalmuk wird als Betteinlage und als Tisch- und Bügelunterlage verwendet.
 
 
 
KAMELHAAR
 
wird meist von den Brusthaaren der Hochland-Kamele gewonnen. Die besten Qualitäten finden sich in West-China und in der äußeren Mongolei. Die Haare werden zusammengetragen, die Kamele werden also nicht geschoren. Büschelweise werfen sie im Jahr bis zu 5 kg Wolle ab. Hirten sammeln die feinen Brusthaare von Sträuchern, Bäumen und Zäunen, die von den Kamelen bei den Wanderungen dort abgestreift werden.
Kamelhaar ist weicher und anschmiegsamer als Schafschurwolle, welche ja immer ein wenig borstiger ist. Auch dieses Haar hält warm und ist feuchtigkeitsregulierend. Kamelhaar wirkt klimatisierend und besitzt ein enormes Wärmerückhaltevermögen. Hohe Feuchtigkeits-transportfähigkeit und ausgezeichneter Temperaturausgleich sorgen dafür, dass man sich unter einer Kamelhaardecke, je nach Füllmenge, im Sommer wie im Winter wohlfühlt.
 
 
 
KARO-STEP STEPPBETT
 
Das Karo-Steppbett bleibt durch die eingenähten schmalen Bänder, abwechselnd in Längs- und Querrichtung, formkonstant und die Füllung kann nicht mehr wie bei dem Oberbett/Sackbett verrutschen. Die Bewegungsmöglichkeit der Daunen bzw. Federn sind gebremst und das Bett ist durchgehend gleich hoch. Durch die Steppnähte schmiegt sich das Karosteppbett dem Körper an 
und schafft das Wohlgefühl, das beim Einschlafen und in der Nacht so wichtig ist.
 
Die Füllung eines solchen Bettes kann den individuellen Verbraucherwünschen angepasst werden.
Der Käufer kann Einfluss auf die Zusammensetzung der Füllung nehmen. Er kann zwischen einer Daune ( 90 % Daunen, 10% Federn ), einer fedrigen Daune ( 50% Daunen, 50% Federn ), 
einer 3/4 Daune ( 30% Daunen, 70 % Federn ) und der 1/2 Daune ( 15 % Daunen, 85% Federn ) wählen. Je höher der Daunenanteil, desto leichter wird das Bett. Durch die hohe Wärmeisolationsmöglichkeit der Daunen, kann dann sogar die Füllmenge reduziert werden. 
Wenn Sie die gleiche Füllmenge beibehalten würden, wäre das Bett viel wärmer.
 
Das international registrierte Markenzeichen Karo Step seht für die erfolgreichste Federbetthülle auf nahezu allen Kontinenten. Das fertig gefüllte Bett kennt keine Kältezonen. Niemals ist Gewebe direkt auf Gewebe genäht. Zwischen der Ober- und Unterseite sind Stege eingearbeitet. Der Körper ist gleichmäßig warm umhüllt. KARO STEP bleibt formkonstant. Dieses Bett ist für Schläfer mit hohem Wärmebedarf geeignet. 
Vorteil: Füllung kann wieder nach Reinigung ins Inlett gefüllt werden. 
Nachteil: Füllung kann sich verschieben, vor allem bei unruhigen Schläfern ist es nicht zu empfehlen.
 
 
 
KASSETTENBETT - KASSETTENSTEPPBETT (Quadro)
 
Bei dieser Bettdecke ist die Füllung in den Innenkammern durch die eingenähten und, im Gegensatz zu dem Karosteppbett, durchgehenden Bänder/Stege weitgehend fixiert.
Dadurch entsteht eine ausgeglichene Wärmerückhaltung über die gesamte Fläche des Bettes und es kann nichts mehr verrutschen. Bei einer Kassettendecke ist die Daune gleichmäßig verteilt und kann nicht verrutschen. Gleichzeitig sorgen die eingenähten Steghöhen für uniformierte Wärme: 
Mit Stegen verarbeitete Kassettendecken in Aufteilung 3 x 4 bzw. 4 x 6. Jede durch die Aufteilung entstehende Kammer wird einzeln gefüllt. Das fertig gefüllte Bett kennt keine Kältezonen. Sämtliche Füllstärken sind möglich und somit für jeden Schlaftyp geeignet. Es kann auch jederzeit nachgefüllt werden.
 
Vorteil: Das Füllgut ist gleichmäßig verteilt und wird durch die Stege fixiert. Es gibt kein Verrutschen der Füllung 
Nachteil: bei der Betten-Reinigung kann das Bett nur komplett gewaschen werden oder die Hülle muss zerschnitten werden.
 
 
 
KASSETTENDECKE
 
Bettdecken, bei denen die Füllung in dreidimensionalen Kästchen liegt; diese weisen an der oberen und unteren Seite beider Inlettlagen, bzw. dazwischen, kleine miteinander verbundene Innenstege auf, die eine größere Füllung ermöglichen und somit zur Herstellung wärmerer Bettdecken verwendet werden. Der Außenrand ist mit einer Biese oder mit einem Außensteg verfeinert.
 
 
 
KETTENGEWIRKE
 
Sie bestehen aus einer Vielzahl von Fäden (Fadenkette), die in Längsrichtung durch die Ware verlaufen, und die miteinander zu Maschen verschlungen wurden. Diese Ware lässt sich nicht aufziehen und ist fallmaschensicher. Zusätzlich können in Querrichtung Schussfäden und in Längsrichtung nicht maschenbildende Kettfäden eingearbeitet werden. Begriff, der in Verbindung mit Maschenstoffen häufig als Zusatzbezeichnung vorkommt.
 
 
 
KIEL
 
Zentraler Federteil aus Keratin, aus welchem feine Härchen wachsen.
 
 
 
KISSEN
 
Das Kopf- oder Ruhekissen wird als stützende Unterlage des Kopfes in liegender Körperhaltung im Bett oder auf dem Sofa benutzt. Eine ähnliche Funktion erfüllt die größtenteils mit Schaumstoff gefüllte Nackenrolle und das aus wasserundurchlässigem gummiartigem Material gefertigte Badekissen.
 
Das Zierkissen dient als dekoratives Accessoire und Rückenstütze auf dem Sofa.
 
 
 
KLÖPPELSPITZE
 
Klöppelspitzen werden handgearbeitet oder mit Hilfe von Maschinen täuschend echt imitiert. Köppelspitze entsteht durch mustermäßiges Kreuzen oder Zusammendrehen von kräftigen Zwirnen.
 
 
 
KÖPER
 
Sammelbegriff für Gewebe mit diagonalem Bild wie Gabardine, Serge, Twill. Auch Bezeichnung für rustikalen Baumwollstoff in Köperbindung.
 
 
 
KREPP siehe Crêpe
 
 
 
KRUMPFEN
 
Vorwegnehmen des Einlaufens von Textilien durch besondere Verfahren (Krupfbehandlung). "Krumpfecht" ist eine Ware, die eine Krumpfbehandlung erfahren hat und je nach der gegebenen Vorschrift oder dem Verwendungszweck bei Nassbehandlung nicht oder nicht über ein bestimmtes Maß hinaus einläuft (s. a. Sanfor).
 
 
 
KULIERGEWIRKE
 
Sie bestehen aus einem Faden, der in Querrichtung durch die Ware verläuft und durch die Nadeln zu Masche verschlungen wurde. Diese Ware kann aufgezogen werden und neigt bei Fadenbruch zu Fallmaschenbildung.
 
 
 
KUSCHELDECKE
 
Die Schmusedecke oder Kuscheldecke stellt ein gängiges und sehr verbreitetes Übergangsobjekt (engl. Transitional Object), dar, das hilft, die Abwesenheit der Mutter zu akzeptieren und ein stark mit Gefühlen belegtes Objekt ist. Es wird von Kindern gerne mit sich geführt und hilft sich einerseits von der Mutter zu lösen und anderseits Beziehungen zu seiner Umwelt aufzubauen. In Konfliktsituationen kann ein Übergangsobjekt beruhigend wirken. Diese Bedeutung kann eine Kuscheldecke auch für Erwachsene beibehalten, und in persönlichen Krisen Geborgenheit und Gemütlichkeit bieten
 
 
 
KÖPERBINDUNG
 
Man erkennt eine Köperbindung am diagonalen Köpergrat. Dieser kommt dadurch zustande, daß die Bindungspunkte seitlich versetzt sind und aneinander stoßen.
 
Gewebe in Köperbindung sind meist auf den ersten Blick an den schräg verlaufenden Körpergraten zu erkennen. Die Grate entstehen durch den diagonalen Versatz der Bindungspunkte. Die Gratrichtung wird mit den Großbuchstaben Z bzw. S angegeben. Der kleinste Rapport eines Körper umfasst 3 Kett- und 3 Schussfäden. Köper werden üblicherweise nach dem Fadensystem bezeichnet, welches auf der Gewebeoberseite überwiegend zu sehen ist: Schusskörper zeigt auf der Gewebeoberseite vorwiegend Schussfäden. Jeder Kettfaden liegt einmal über und zweimal unter den einzelnen Schussfäden, so dass der Schuss mehr in Erscheinung tritt. Köperbindung K 1:2 Z Kettköper zeigt auf der Gewebeoberseite vorwiegend Kettfäden. Jeder Kettfaden liegt zweimal über und einmal unter den einzelnen Schussfäden. Köperbindung K 2:1 S.
 
Verläuft der Köpergrat von links oben nach rechts unten, nennt man das S-Köper, wenn die Gratlinie von links unten nach rechts oben verläuft so ist es ein Z-Köper.
 
Ein Kettköper zeigt auf der rechten Warenseite mehr Kett- als Schußfäden. Bei Schußköpergeweben gibt es überwiegend Schußfäden.
 
Beispiele für Köpergeweben: Croisé, Cheviot, Denim (der typische Jeansstoff), Drell, Whipcord, Surah, Trikotine, Twill, Finette, Shetland, Gabardine und Serge.
 
Erweiterungen der Köperbindung sind z.B. Gleichgratköper, Mehrgratköper und der Breitgratköper. Ableitungen finden wir u.a. im Steilgratköper, Flachgratköper, Fischgratköper, Spitzköper (Zick-Zack-Köper) & Kreuzköper.
 
 
 
L
 
 

LANCÉ

Bezeichnung für figürlich gemusterte Gewebe, bei denen die Musterung durch ein zweites Kett- und/oder Schusssystem gebildet wird. Diese tritt streifenweise im Gewebe auf, auch dann, wenn das Muster selbst keine Streifenanordnung erkennen lässt. Man unterscheidet: Schusslancé = zusätzlicher Zier- bzw. Musterschuss Kettlancé = besondere Zier- bzw. Musterkette Lancé-quadrillé = zusätzliche Musterkett und Musterschuss Die zur Musterbildung auf der Oberseite nicht benötigten Zierfäden flotten auf der Rückseite zwischen den Abbindungen (Mustern) über die gesamte Warenbreite bzw. -länge oder werden punktweise eingebunden. Werden die Flottungen weggeschnitten (abgeschoren), bezeichnet man das Gewebe als Lancé découpé oder auch als Broché-Imitation (Schweizer Ausdruck: Scherli). Auf diese Weise erreicht man, dass die freiliegenden Fäden nicht so leicht herausgezogen werden und bei transparenten Qualitäten nicht durchscheinen. Außerdem wird das Gewebe leichter. Erkennungsmerkmale: Lancé découpé wird häufig mit Bronché verwechselt, ist aber leicht an den offenen Fadenenden der Musterränder zu erkennen.

 

LEINEN

Aus der Flachspflanze gewonnene Bastfaser mit hoher Festigkeit und kühlem Griff, feinem Glanz. Stoffe aus reinem Leinen knittern stark, weshalb Leinen oft mit anderen Materialien kombiniert wird. Leinen zeichnet sich durch seine außerordentliche Festigkeit aus. Sein kühler Griff, seine Glätte, der leichte Glanz und die geringe Wärmehaltung machen Leinen zur idealen Faser für hochwertige Sommerbekleidung. Die beim Tragen entstehenden Falten betonen den lässig-eleganten Charakter. Durch Beimischung anderer Rohstoffe wird die Knitterneigung verringert. Nach speziellen Spinnverfahren hergestellte Mischgarne (z.B. Polyester und Flachs).

 

LEINEN- UND HALBLEINEN

Meist in Leinwandbindung gewebte Stoffe, mit den typischen Garnverdickungen des Flachses.

 

LEINENIMITATE

Im Handel übliche Bezeichnung für Gewebe (z. B. Baumwoll- oder Zellwollgewebe), bei denen die Leinenstruktur (Optik des Gewebebildes) durch die Fadenstruktur (unregelmäßige Garnverdickungen) bzw. durch die gewählte Bindung imitiert wird.

 

LEINWANDBINDUNG

Die Leinwandbindung ist die einfachste und zugleich engste Verkreuzung von Kett- und Schussfäden. Jeder Kettfaden liegt wechselweise einmal über und einmal unter den einzelnen Schussfäden Leinwandbindung L 1:1

 

LINON

Glattes, leinwandbindiges Baumwollgewebe. Unterscheidet sich von Cretonne und Renforcé durch die glänzende Oberfläche (Effekt durch Kalandern) und die nicht waschfeste Appretur.

 

LOCHSTICKEREI

Bei dieser Art von Stickerei bilden Lochmotive den gewünschten Musterungseffekt. Zunächst wird ein rohes Grundgewebe (vorwiegend Batist) in eine Großstrickmaschine eingespannt. Danach werden mit Rohzwirn die Lochkonturen gestickt, dann mit Bohrern gebohrt und anschließend mit einem festen Stich (Plattstich) umstickt bzw. eingefasst. Erst durch Gasieren (Abbrennen von abstehenden Faserhärchen) wird die gestickte Umfassung sauber und glatt. Abschließend wird die Ware gebleicht oder gefärbt; teilweise auch zusätzlich bedruckt.

 

LYOCELL-VERFAHREN

Produktionsverfahren für Chemiefasern auf Zellulose-Basis. Im Vergleich mit Viskose, Acetat und Cupro etwas umweltfreundlichere Herstellung. Bekanntestes Markenprodukt ist Tencel. Eigenschaften sind: wolliger oder baumwolliger Griff, gut kombinierbar mit Naturfasern, pflegeleicht und angenehm im Tragen.

 

M
 
 
 
MAKO-DAMAST
 
Das Gewebe enthält in Kette und Schuss hochwertige ägyptische und sudanesische Baumwolle. Das Gewebe ist mercerisiet und hat eine besonders hohe Fadendichte.
 
 
 
MASCHENWARE
 
sind Flächengebilde, die aus einem oder mehreren Fäden oder aus einem oder mehreren Fadensystemen durch maschenbildende Fadenverschlingungen hergestellt sind. Maschenwaren sind schmiegsamer und elastischer als Gewebe und weisen eine hohe Dehnbarkeit nach allen Richtungen auf. Durch entsprechende Bindungen lassen sich jedoch auch quer- und längsstabile Stoffe erzeugen.
 
 
 
MATRATZEN
 
Es sind Polster, die man meist auf Lattenroste oder Unterfederungen (früher auch auf Drahtgeflechte) legt, um ein komfortables Liegen undSchlafen zu ermöglichen. Die Kombination von Matratzen mit dazu passenden Lattenrosten bezeichnet man als Bettsysteme. Gemeinsam mit dem Rahmen oder Gestell bilden diese Komponenten das Bett.
 
Der Matratzenkern aus Schaumstoff, Latex, Naturprodukten oder Federkern wird mit einem Drellbezug o.ä. ummantelt, der je nach Bedürfnis mit Schafwolle, Vlies, Baumwolle, Wildseide oder auch Rosshaar versteppt ist. Bezüge von Komfortmatratzen bestehen heutzutage nur noch selten aus Drell, einem sehr festen Gewebe, sondern aus 3-dimensional elastischen Stoffen wie Frottee oder (zunehmend) mehrlagigem Jersey.
 
Matratzen sind häufig in drei bis sieben Liegezonen eingeteilt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Körperregionen auf Stützung gerecht werden sollen. Es wird immer mehr zum Standard, dass der Matratzenbezug abnehmbar ist und gewaschen bzw. gereinigt werden kann.
 
 
 
MATRATZENDRELL
 
Kräftiges Leinen-, Halbleinen- oder Baumwollgewebe für Matratzenüberzüge in Drell-(Drell- bzw. Fischgrat), Köper- oder Atlasbindung. Jacquard gemusterte Matratzenstoffe sind unter der Bezeichnung Matratzendrell-Jacquard oder Jaquarddrell im Handel.
 
 
 
MATRATZENSCHONER (siehe auch Molton)
 
Matratzenschoner, Matratzenauflagen oder Schonerdecken sollen die Matratze ursprünglich (etwa bis 1980) gegen die mechanische Beanspruchung von unten, dem Bettrost, den Latten oder Sprungfedern her schützen. Der Bezugsstoff insbesondere der Federkernmatratzen konnte sonst durch die Beweglichkeit der Metallfedern und anderen Polsterelemente an den Auflagepunkten schnell durchscheuern. Sie können aus einem Stück Stoff oder Vlies bestehen. Früher wurden aus Holzwolle oder Roßhaar aufgepolsterte Decken verwendet. Heute wird der Begriff, analog zum Schonbezug, auch für den Bettschutz vor Verschmutzungen von oben verwendet.
 
 
 
MERCERISIEREN (MERZERISIEREN)
 
Veredlungsverfahren (Behandlung mit Lauge unter Spannung), wodurch Baumwoll-Gewebe oder auch -Garne erhöhte Festigkeit, bessere Farbaufnahmefähigkeit und einen Seidenähnlichen, kochfesten und reinigungsbeständigen Glanz erhalten.
 
 
 
MICROFASER (MIKROFASER)
 
Fasern und Filamente (Fäden) aus Chemiefasern wie Polyester oder Polyamid, die feiner sind als der feinste natürliche Faden aus Seide. Millionen mikrofeiner Fasern bilden ein Gewebe, durch das Wind und Regen nur schwer eindringen können, die dampfförmige Körperfeuchtigkeit aber gut verdunsten kann.
 
 
 
MODAL
 
Regenerierte Zellulose-Faser (aus Buchenholz) mit hoher Reißfestigkeit. Wird häufig in Mischungen mit anderen Rohstoffen verarbeitet.
 
 
 
MOHAIR
 
Wolle der Angora-Ziege oder hochwertiger Kammgarnstoff für Bekleidung (Anzüge) mit edlem Lüster (Glanz).
 
 
 
MOLTON
 
Weiches, leinwandbindiges Baumwollgewebe - beidseitig geraut, in mittlerer bis schwerer Qualität. Oft auch in Doppelschusstechnik (Ober- und Unterschuss) hergestellt. Molton wrid für Unterbetttücher, Tischunterlagen, Baumwoll-Kinderdecken etc. verwendet.
 
 
 
N
 
 
 
 
NATURAL STRETCH
 
Durch Bindung oder Garne erzeugte Elastizität ohne Elastan-Beimischung.
 
 
 
NATURHAARDECKEN
 
Guter Schlaf hängt von vielen Ursachen ab - das richtige Bettklima ist eine entscheidende Voraussetzung. Wie, zum Beispiel, beeinflusst ein Steppbett Ihren Schlaf? Ein gutes Steppbett ist immer so leicht, dass Ihre Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird. Es soll wohlig Ihre Körperwärme regulieren und entstehende Feuchtigkeit ausgleichen. 
Ein Edelhaar-Steppbett bietet Ihnen Nacht für Nacht ein angenehmes und erholsames Bettklima. Hohes Volumen bei niedrigem Gewicht, unverfälschte Natur für guten Feuchtetransport und viel innere Spannkraft, um sich immer wieder von den ?Strapazen? der Nacht erholen zu können. 
Edelhaare besitzen besondere Eigenschaften, die sich für den Einsatz in Bettwaren ganz besonders eignen. Vor 100 Jahren kannte man diese Eigenschaften noch nicht - deswegen wurden Decken in Europa lange traditionell hergestellt und befüllt. Jetzt aber können Sie diese Eigenschaften für Ihren Schlaf nutzen: hervorragender Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich und damit ein unvergleichlich angenehmes Schlafklima. Um alle Vorteile von Edelhaarfüllungen unverfälscht zu bewahren, verwenden wir nur ausgesuchte Bezugsstoffe.
 
 
 
 
NOMITE
 
Internationale Zertifizierung für Produkte, die für Hausstaubmilbenallergiker geeignet sind.
 
 
 
O
 
 
ÖKO-TEX (OEKO-TEX)
 
Der Öko-Tex® Standard 100 wurde zu Beginn der 1990er Jahre als Reaktion auf das Bedürfnis von Verbrauchern und der allgemeinen Öffentlichkeit nach gesundheitlich unbedenklichen Textilien entwickelt. Test-Institut: Oeko-Tex Zertifizierungs GmbH.
 
 
 
 
 
P
 
 
 
PASHMINA
 
Kombination aus feinstem Cashmere mit Seide. Der Begriff ?Pashmina? leitet sich von dem Wort ?Pashm? (das innere Unterhaar der im Himalaja lebenden Kashmir-Ziege) ab. Der Pashmina-Schal ist eine Stola, die weicher, leichter und wärmer ist als vergleichbare Qualitäten aus normalem Cashmere. Wegen des (quellenden) Seide-Anteils Vorsicht vor Regenflecken.
 
 
 
PERKAL
 
Die Beschreibung bezieht sich hier auf hochwertige Bettwäsche-Qualitäten. Feinfädige, dicht gewebte Ware aus Baumwolle, in Leinwandbindung. Aufgrund seiner Feinheit und Dichte eignet sich Perkal besonders gut als Basis für zartfarbige Druckdessins, mit feiner Zeichnung.
 
 
 
PFEFFER & SALZ - MUSTER
 
Klassisches buntgewebtes Dessin in Schwarz/Weiß oder Grau/Weiß (kann auch Braun/Beige sein) mit kleinem diagonalen Treppchenbild.
 
 
 
PFLEGE
 
Bett-Textilien sollten nie geklopft oder abgesaugt werden, einfaches Abbürsten und tägliches Aufschütteln und Lüften genügt. Zum Lagern empfiehlt sich eine mit Papier ausgeschlagene Truhe oder ein Schrank, keineswegs eine Plastiktüte.
 
 
 
PFLEGELEICHT
 
Für diesen Begriff gibt es noch keine einheitliche, international gültige Definition. In der BRD heute die allgemeine Bezeichnung für Ausrüstungs- bzw. Veredlungsmaßnahmen, die Textilien leicht pflegbar machen. Darunter versteht man, dass sie sich ohne besondere Mühe waschen lassen, rasch und knitterarm trocknen und nicht oder nur leicht gebügelt (geglättet) werden müssen. Im weiteren Sinn umfasst der Begriff der Pflegeleichtigkeit z.B. auch die leichte Beseitigung von Verschmutzungen (fleck- und schmutzabweisende Ausrüstung). Siehe auch "Scotchgard" und "Teflon".
 
 
 
PFLEGEHINWEISE
 
Hinweise zur Pflege von Textilien, meist auf Etiketten angebracht.
 
 
 
PIKEE / PIQUÉ
 
Gewebe oder Maschenware mit feiner oder ausgeprägt waffelartiger Struktur.
 
 
 
PILLING
 
Unerwünschte Knötchenbildung in Textilien. Durch Reibung bilden sich bei Geweben oder Maschenwaren knötchenartige Faserverdickungen.
 
 
 
PLAID
 
Als Plaid (schott.: Decke, aber auch: kariert) bezeichnet man relativ dünne, häufig gemusterte Wolldecken. Plaids sind oft aus hochwertigen Schurwollen gefertigt, beispielsweise aus Alpaka-Wolle. Das Plaid wird auch, insbesondere in Hochlandromanen, als "Schulterdecke" bezeichnet.
 
 
 
PLATTIEREN
 
Bezeichnung für eine Herstellungstechnik bei Maschenwaren, wobei zwei verschiedenartige oder -farbige Fäden so verarbeitet werden, dass der eine (Plattierfaden) bei allen Maschen auf die rechte Seite der Maschen kommt. Durch Plattieren kann eine Qualitätsverbesserung (unterschiedlicher Spinnstoff) oder eine Musterung erzielt werden. Single-Jersey, plattiert (Qualität für Spannbetttücher).
 
 
 
PLISSEE
 
Schmale, nebeneinander liegende Falten, die in den Stoff eingepresst werden. Nur dauerhaft bei Chemiefaserstoffen.
 
 
 
PLUMEAU (siehe auch Tagesdecke)
 
auf deutsch Plümo, (frz.: Federbusch (etwa auf einem Soldatenhelm), Deckbett) ist die alte Bezeichnung für eine meistens mit Federn oder Daunen gefüllte Überdecke oderTagesdecke, die aber nur die halbe Länge eines normalen Oberbetts hatte. Am Fußende hatte man zum Zudecken der Beine und der Füße noch eine andere Decke.
 
 
 
PLÜSCH
 
Pelzimitat aus Synthetics oder Naturfasern. Die Florlänge beträgt mehr als 2 mm. Kann Maschenware oder Gewebe sein. Kuscheltiere
 
 
 
POLYACRYL 
 
Polyacryl ist eine synthetische Chemiefaser, aus der weiche Stoffe hergestellt werden. Sie ist knitterfrei sowie licht- und wetterbeständig. Häufig werden durch eine Polyacryl-Beimengung von 20-30% hochwertige Naturfasern stabilisiert und pflegeleichter gemacht, so dass sich das Modell durch die positiven Eigenschaften beider Materialien auszeichnet. Ab einem Polyacryl-Anteil von 50% gilt ein Kleidungsstück in der Regel als pflegeleicht. Beachten Sie jedoch genau die Pflegeanleitung im Etikett.
 
 
 
POLYAMID
 
Chemiefaser mit hoher Festigkeit, sehr geringer Feuchtigkeitsaufnahme, pflegeleicht, mäßig lichtbeständig (kann vergilben). Wird neben modischen Aspekten vor allem dort eingesetzt, wo Reiß- und Scheuerfestigkeit wichtig sind. Es ist reißfest, knitterarm und schnell trocknend. Da sich aus Polyamid ein sehr feines, zugleich aber strapazierfähiges Garn herstellen lässt, wird es häufig für Bademoden, Kleider, Blusen und Hemden sowie Schirm- und Futterstoffe verwendet.
 
 
 
POLYESTER
 
Chemiefaser mit sehr geringer Feuchtigkeitsaufnahme (schnell trocknend), außerdem knitterarm, formbeständig und pflegeleicht. Es wird in ganz verschiedenen Strukturen und Materialstärken hergestellt und häufig mit anderen Fasern gemischt. Polyester trocknet besonders schnell und ist einlauf- und formbeständig. Es ist daher ideal für Sportbekleidung, Bademoden, Kleider, Kostüme, Wäsche und Schals.
 
 
 
POLYURETHAN-BESCHICHTUNG
 
Beschichtung von Geweben und Maschenstoffen, die dadurch relativ wetterfest werden.
 
 
 
POPELINE
 
Dichter Stoff mit leichten Querrippen in Leinwandbindung mit hoher Kettdichte. Je nach Rohstoff und Gewebegewicht für Hemden, Blusen, Outdoor-Jacken und leichte Mäntel geeignet.
 
 
 
PROVENIENZ
 
Anbaugebiet oder geographische Herkunft von Federn, Daunen und Naturfasern. Die Provenienz lässt Rückschlüsse über Eigenschaften (Länge, Farbe, Feinheit, etc.) zu.
 
 
 
R
 
 
RAPPORT
 
In der Weberei die Bezeichnung für die Gesamtheit der bindenden Fäden bis zur Wiederholung der Bindung (Bindungsrapport). Er bestimmt in Kett- und Schussrichtung, in ununterbrochener Reihenfolge aneinandergefügt, das Gesamtbild der Gewebebindung.
 
 
 
RASCHELSPITZE
 
Auf der Raschelmaschine (Kettwirkmaschine) hergestellte Wirkspitze. Raschelspitzen stellen eine Imitation der Webspitze dar.
 
 
 
RAUEN
 
Aufrauen von Stoffen, dass sie einen flauschigen, weichen Griff erhalten. Rauwaren, wie z. B. Flanell, Molton, Biber etc., durchlaufen ein- oder mehrmals eine Kratzenraumaschine. Dabei werden Faserenden an die Stoffoberfläche transferiert. Rauwaren, ein- oder beidseitig geraut, sind schmiegsamer, saugfähiger und durch den höheren Lufteinschluss wärmehaltiger als glatte Waren.
 
 
 
RENFORCÈ
 
Glatte, mittelfeine Baumwollqualität in Leinwandbindung. Feinfädiger und somit hochwertiger als Cretonne. Wird roh, gebleicht, gefärbt und bedruckt angeboten.
 
 
 
ROSSHAARKISSEN
 
Bei Rosshaarkissen wird vorwiegend Rossschweifhaar (man unterscheidet zwischen Pferde-Mähnen- und -Schwanzhaar) verwendet. Die langen und drahtigen Haare vom Pferdeschweif werden zu sehr feinen Zöpfen aufgedreht, mit Wasserdampf fixiert und anschließend von Hand aufgezupft. Alles in allem ergibt es ein elastisches, federndes und anpassungsfähiges Kopfkissen. Durch die starke Kräuselung bleibt es gut luftdurchlässig und eventuelle Wärmestaus werden vermieden. Es eignet sich für Menschen die stark Schwitzen oder eine flexible aber unterstützende Kopfauflage bevorzugen.
 
 
 
S
 
 
SAMT
 
Spezialgewebe mit einer bis zu 2 mm hohen Flordecke. Wird gegen den Strich verarbeitet. Samt ist seit jeher eine der edelsten Qualitäten der Modewelt. So war z.B. in den mittelalterlichen Kleiderordnungen genau festgelegt, wem es erlaubt war, sich mit Samt zu schmücken. Verstöße wurden streng bestraft. Auch heute noch ist Samt - vor allem der matt schimmernde, feinflorige Baumwollsamt - eine der hochwertigsten Qualitäten, die die Mode zu bieten hat.
 
 
 
SANFOR
 
"Sanfor" - geschütztes Warenzeichen für Gewebe, die nach einem besonderen Verfahren krumpfecht ausgerüstet und nach den Standardvorschriften der Lizenzfirma geprüft worden sind. Der Sanfor-Standard von +/- 1% bedeutet, dass Gewebe mit dem Sanfor-Etikett in der Wäsche nicht mehr als 1% in der Breite und Länge einlaufen oder sich verlängern dürfen. Die Bezeichnung "Sanfor" oder "Sanfor Standard" bezieht sich nur auf das Gewebe, nicht auf das Verfahren selbst. Dieses bezeichnet man als kontrollierte, kompressive Krumpfung (System Cluett), die als rein mechanischer Vorgang (Stauchen) auf Spezialmaschinen erfolgt.
 
 
 
SARTORIELLE FERTIGUNG
 
sartoriell = schneidermäßig, von ital. Sarto = der Schneider. Die Kleidungsstücke werden von kleinen Familienbetrieben gefertigt, in denen das Schneiderhandwerk noch gepflegt wird (d.h. keine industrielle Massenfertigung). Zu erkennen an handgenähten Säumen etc. (Couture-Tradition).
 
 
 
SATIN
 
Glatter Stoff aus Spinnfasergarnen in Kett-Atlasbindung mit dezent glänzender Optik. Durch eine ausgeklügelte Webart ist es möglich, diesem wertvollen Gewebe zwei unterschiedliche Seiten zu geben: eine ganz glatte, kostbar glänzende  sie wird meist nach außen verarbeitet  und eine eher matte, etwas unregelmäßigere.
 
 
 
SATIN DAUNENDICHT
 
Bei daunendichtem Satin handelt es sich um einen Schuss-Satin (Atlas- bzw. Satinbindung), bei dem der Schussfaden über vier Kettfäden hinweg und unter dem fünften hindurch geht. Aufgrund der offenen Bindung muss die Gewebekonstruktion so beschaffen sein, dass noch mehr Kett- und Schussfäden per cm² verwendet als bei Inlett und Einschütte.
 
 
 
SATIN STREIFEN-PUNKT-WÜRFEL
 
Durch aneinandergelegte Schuss- und Kettatlasbindungen gemusterte Gewebe.
 
 
 
SATIN/ATLAS
 
(s. a. Atlasbindung) Satin ist die französische Bezeichnung für Atlas. Charakteristisch ist die glatte, geschlossene, matt bis stark glänzende Gewebeoberfläche. Man unterscheidet zwischen Kett- und Schussatlas bzw. Kett- und Schusssatin, Kettsatin zeigt auf der rechten Warenseite mehr Kettfäden, Schusssatin mehr Schussfäden. Atlas- bzw. Satingewebe haben stets Fadenflottierungen über mindestens vier Fäden. Rechte und linke Warenseite zeigen immer ein unterschiedliches Strukturbild. In der Praxis werden leichte, feinfädige Gewebe in Atlasbindung meist mit Satin - und schwere, kräftige Gewebe mit Atlas bezeichnet.
 
 
 
SATINIEREN
 
Glanzausrüstung (Kalandereffekt), ohne Mercerisation, speziell bei atlasbindiger Bettwäsche. Der Glanzeffekt ist im Allgemeinen nicht waschfest.
 
 
 
SCHAFTWEBEREI
 
ist eine Technik, bei der im Gegensatz zur Jacquardweberei (Einzelanhebung) mit Hilfe von Schäften, die durch eine Schaftmaschine gesteuert werden, immer eine Vielzehl von Kettfäden gemeinsam durch einen Schaft zur Fachbildung angehoben und gesenkt werden. In der Regel wird diese Herstellungstechnik für bindungsmäßige Kleinmusterungen angewandt (z.B. Faconné).
 
 
 
SCHAUMSTOFF
 
Schaumstoffe sind künstlich hergestellte Stoffe mit zelliger Struktur und niedriger Dichte. Es eignen sich fast alle Kunststoffe zum Schäumen.
 
 
 
SCHLAF - SCHLAFEN
 
Der Schlaf ist ein Zustand der äußeren Ruhe bei Lebewesen. Dabei unterscheiden sich viele Lebenszeichen von denen des Wachzustands. Puls, Atemfrequenz und Blutdruck sinken im sogenannten NREM-Schlaf ab, und die Gehirnaktivität verändert sich. Das Schließen der Augen sowie die Erhöhung der Spannung der Mittelohrmuskulatur während des NREM-Schlafs unterstützt diese Funktion. Im sogenannten REM-Schlaf, auch als "paradoxer Schlaf" bezeichnet, finden sich hingegen Zustände, die denen des Wach-Seins ähneln, insbesondere eine erhöhte Gehirnaktivität (subjektiv mit "Träumen" einhergehend) und ein Anstieg von Herz- und Atemfrequenz sowie des Blutdrucks. Ausgenommen von diesem ?aktiven Schlafzustand? ist die Muskulatur, die im REM-Schlaf blockiert wird (Schlafparalyse), damit der Träumende seine im Traum erlebten motorischen Handlungen nicht auslebt. Mit der Physiologie sowie den Störungen des Schlafes beschäftigt sich ein eigenes Teilgebiet der Medizin, die Somnologie (Schlafmedizin oder auch Schlafforschung).
 
 
 
SCHNEIDEN - SCHEREN - BÜRSTEN
 
Bei Stoffen, wie z.B. Frottier-Velours, Nicky etc., wird das für den Flor vorgesehene, zusätzliche Fadensystem aufgeschnitten. Durch ein - oder mehrmaliges Scheren erzielt man eine gleichmäßige Florhöhe; durch Bürsten wird der Flor aufgerichtet und die abgeschorenen Garnteile werden entfernt.
 
 
 
SCHONBEZUG, SCHONBEZÜGE, siehe Matratzenschoner
 
 
 
SCHURWOLLE
 
Der Begriff "Schurwolle" bezeichnet ausschließlich Woll-Qualitäten, die ohne Beimischung direkt aus der Schur kommen. Nur diese Qualität zeichnet das Internationale Woll-Sekretariat mit dem Wollsiegel und der Beschreibung "Reine Schurwolle" aus. Reine Schurwolle gibt es - je nach Verarbeitung und Wollart - in ganz feinen Qualitäten (z.B. Merino extrafein) oder auch rustikalen Qualitäten für dicke, handgestrickte Pullover, Teppiche usw. Reine Schurwolle ist temperaturangleichend, atmungsaktiv, kühlend im Sommer (Cool Wool) und wärmend im Winter.
Schurwolle zeichnet sich durch eine solide Wärmeleistung aus. Sie bewirkt einen guten Abtransport der Feuchtigkeit, ist kräftig und besonders gut geeignet für Kissen und Unterbetten.
 
 
 
SCHWEIZER MAKO SATIN (SCHWEIZER SATIN), siehe auch Satin
 
Nm 100 ist ein besonders fein gesponnener Faden aus edler langfaseriger Baumwolle, 100 Meter dieses edlen Garnes wiegen nur 1 Gramm, die hohe Fadendichte von mindestens 115 Fäden je Quadratzentimeter garantiert höchste Haltbarkeit, durch die aufwendigen Veredlungs- und Druckverfahren erhält das Gewebe den edlen Seidenfinish und eine bügelleichte Ausrüstung.
 
 
SCOTCHGARD
 
Geschützte Bezeichnung für eine Fleckenschutzausrüstung auf Fluorbasis. Die mit Scotchgard (Oleophol) ausgerüsteten Stoffe haben öl- (fett-) und wasserabweisende Eigenschaften. Öle, Fette, Milch, Sahne, Soßen, Kaffee, Fruchtsäfte, Alkohol, Tinte und ähnliche Verschmutzungen lassen sich in der Regel durch Abtupfen mit einem saugfähigen Lappen oder Papiertaschentuch entfernen.
 
 
 
 
 
SEERSUCKER
 
Stoff mit kreppähnlichen, in Streifen verlaufenden Aufwerfungen. Es gibt zwei verschiedene Herstellungsvarianten:
1. Beim Weben werden Fäden mit unterschiedlichen Garnspannungen verwendet, bzw. Fäden die auf Grund ihrer unterschiedlichen Konstruktion bei der Wäsche in der Ausrüstung unterschiedlich einspringen, dies führt zum typischen Kreppeffekt.
2. Man bringt beim Bedrucken bzw. Ausrüsten der Ware eine Lauge auf, welche ebenfalls den gewünschten Kreppeffekt erzeugt.
 
 
 
SEIDE (siehe Wildseide)
 
 
 
SEIFTUCH siehe WASCHLAPPEN
 
 
 
 
 
SERVIETTE
 
Eine Serviette (veraltet Mundtuch oder Tellertuch) ist ein bis zu ca. 50 cm × 50 cm großes Tuch, das während und nach einer Mahlzeit dazu dient, den Mund und die Finger abzuwischen. Es war früher auch ausdrücklich dazu bestimmt, während des Essens die Kleidung zu bedecken und vor Verunreinigungen zu schützen, was heute als ?unfein? gilt. Der Begriff Serviette wurde übernommen aus dem Französischen, "die kleine Dienerin" (lat. servus = Sklave, Diener).
 
 
 
SINGLE-JERSEY
 
Bezeichnung für feine, glatte Maschenware bzw. für einflächige Kulierware. Sie wird auf Maschinen mit einer Nadelreihe hergestellt. Besonders zutreffend ist der für Single-Jersey ebenfalls gebräuchliche Begriff Rechts-Links-Ware, denn eine Warenseite weist nur rechte, die andere nur linke Maschen auf. Spannleintuch.
 
 
 
SOMMERDECKEN
 
Ideal für die "heißen Tage" des Jahres. Genieß Sie die luftig-leichten Vorzüge der Daune auch im Sommer. Das Füllgewicht dieser Decken wird hauptsächlich durch die Qualität der verwendeten Daunen bestimmt, d.h. je hochwertiger (großflockiger) eine solche Daune ist, desto weniger benötigt man um ein Bett mit gleicher Wärmeisolierung (Volumen) herzustellen. Eine großflockige Daune ist zugleich strapazierfähiger und behält über viele Jahre ihre wärmenden Eigenschaften bei. Ein weiteres Qualitätsmerkmal sind die daunendichten Stoffe. Sie entscheiden ebenso wie die Daunenqualität über das Gesamtgewicht einer Decke aber beeinflussen zusätzlich die Anschmiegsamkeit und die Atmungsaktivität.
 
Die ideale Decke für Schläfer mit einem geringeren Wärmebedarf oder für die warme Jahreszeit. Sie hat ein optimales natürliches Schlafklima, ist kuschelig weich und wunderbar leicht. Die Daunenbettdecke hat ein Inlett aus Mako-Einschütte, 100% reiner Baumwolle. 
Die Decke wird mit 100% weißen neuen Gänsedaunen der Klasse 1 gefüllt.. Gut geeignet für Allergiker. Verpackt in eine praktische Polytragetasche.
 
 
 
SPANNLEINTUCH, SPANNBETTTUCH, BETTLAKEN, BETTLEINTUCH, LEINTUCH
 
 
 
SPITZE
 
Bezeichnung für transparente Flächengebilde, deren Fäden sich auf die, je nach angewandtem Verfahren charakteristische Art und Weise zu einem durchbrochenen netzartigen Grund oder zu vielfältigen Mustern so vereinigen, dass die Verbindungen nicht verschiebbar sind. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen handgearbeiteten Spitzen (auch echte Spitzen genannt) und den mechanisch hergestellten Maschenspitzen, die den echten Spitzen oft täuschend ähnlich sehen. Maschinenspitzen weisen eine besonders große Regelmäßigkeit des Grundes und der Musterung auf. Sämtliche Maschinenspitzen können entsprechend ihrem Aufbau auf Bobinet-, Spitzen-, Stick-, Klöppel- oder Raschelmaschinen hergestellt werden.
 
 
 
STECKLAKEN
 
Das Stecklaken ist eine saugfähige, glatt liegende Krankenunterlage. Die nur im Mittelteil des Betts vorhandene Zwischenschicht (auch: Durchzüge) sollen Laken und Matratze vor jeder Art von Verunreinigungen schützen und leichter zu wechseln sein, wenn die kranke Person nicht aus dem Bett aufstehen kann. Im Krankenhaus wurden sie durch die aus Zellstoff u. ä. Produkten hergestellten Einweg-Krankenunterlagen im Hüftbereich ersetzt.
 
 
 
STEG / STEGE
 
Genähte Verbindung zwischen Ober- und Unterseite. Durch diese Verbindungen lassen sich Kältebrücken vermeiden.
 
 
 
STICKEREI-GRUNDSTOFF
 
Sammelbezeichnung für alle Stoffe, die als Stickgrund (Stickboden) durch eine Stickerei verziert werden.
 
 
 
STICKEREIEN
 
Flächengebilde, bei denen Stickfäden von Hand oder maschinell durch einen Stickboden (Stickgrund), z.B Gewebe oder Gewirke, gezogen wird. Der Stickboden kann bei bestimmten Verfahren nachträglich ganz oder teilweise entfernt sein.
 
 
 
STOFF
 
Feinbezeichnungen für Garne und Zwirne Die bisherige Feinheitsbezeichnung Nm = Nummer metrisch wird allmählich durch das tex-System ersetzt. Beim Nm-System handelt es sich um eine Längennummerierung, die sich durch die Division der Länge in Meter durch das Gewicht in Gramm errechnen lässt. Nm = Länge m : Gewicht g Von einem Garn Nm 50 wiegen 50m 1g, bei Nm 100 wiegen 100m 1g Je höher die Nummer metrisch, desto feiner das Garn. Die metrisch Zwirnnummer wird durch Schrägstrich nach der Garnnummer angegeben, z.B. Nm 70/2. Es handelt sich hierbei um zwei zusammengezwirnte Garne der Feinheit Nm 70. Da der Schrägstrich für das Divisionszeichen, entspricht dem Zwirn Nm 70/2 die tatsächliche Nummer 70 : 2 = Nm 35 (ohne Berücksichtigung der Einzwirnung). Das tex-System ist ein internationales Gewichtsnummerierungssystem zur Feinheitsbezeichnung textiler Fasern, Zwischenprodukte, Garne, Zwirne und verwandter Erzeug- nisse. Es soll die mehr als 30 augenblicklich angewandten Systeme ersetzen. Als Einheit gilt: 1 tex = 1g : 1000 m (1000m wiegen 1g) 20 tex bedeutet, dass 1000 m Garn 20g wiegen, 10tex, dass 1000 m 10g wiegen. Je kleiner die Zahl, desto feiner das Garn. Benutzt wird auch die Einheit dtex. Sie entspricht dem zehnfachen tex-Wert. Bei der Zwirnfeinheit wird der Schrägstrich durch ein Multiplikationszeichen (x) ersetzt. 20 tex x 2 bezeichnet zwei zusammengezwirnte Fäden von je 20 tex, das ergibt 40 tex (ohne Berücksichtigung der Einzwirnung). Ne = Nummer englisch Diese Maßeinheit wird nur im Zusammenhang mit dem Flächenmaß "inch" genannt.
 
 
 
STRETCH
 
(engl. "strecken", "dehen") Hinweis auf Stoffe (Gewebe oder durch Maschenwaren) die besondere Elastizität aufweisen. Sie wird auf verschiedensten Wegen erreicht, z.B. durch Einsatz von texturierten Garnen, durch Elasthanfäden oder durch Ausrüstung. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Konstuktion der jeweiligen Ware.
 
 
 
T
 
 
TAGESDECKE
 
Tagesdecken (Schlafdecke) werden zum Bedecken von Betten genutzt, jedoch ist dies nicht zu empfehlen, da durch das Abdunkeln der Bettwäsche und Laken das Wachstum von Hausstaubmilbenbegünstigt wird, da Milben Dunkelheit mögen.
 
Häufig sind Tagesdecken gesteppt, diverse Obermaterialien mit einer weichen Füllung zum Beispiel aus Baumwolle. Vom Aufbau her ähnlich wie Steppdecken, jedoch dünner.
 
 
 
TEXTILFASER
 
Fasern sind aller Stoffe Anfang Basis zur Herstellung textiler Gebilde ist die Faser. Sie bestimmt weitgehend die späteren Eigenschaften des fertigen Produkts. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen: Naturfasern undChemiefasern. Sämtliche Faserarten können zu qualitativ hochwertigen Textilien verarbeitet werden - vorausgesetzt, dass Garn und Stoff dem Verwendungszweck entsprechend konstruiert, ausgerüstet bzw. veredelt und verarbeitet werden.
 
 
 
TISCHDECKE
 
Eine Tischdecke (auch Tischtuch) ist ein der Tischform angepasstes Abdeckungsstück, das meist aus Textilien gewebt oder Kunststoff hergestellt ist.
 
Die Verwendung einer Tischdecke kann einen oder mehrere Zwecke erfüllen, so z. B.:
 
Schutz einer hochwertigen Tischoberfläche, zum Beispiel aus Holz oder Marmor, vor Verschmutzung oder Beschädigung.
 
Abdeckung einer minderwertigen Tischoberfläche durch ein ansprechendes Tischtuch.
 
Als rein dekoratives Element, bei besonders hochwertigen Tischdecken auch zu Repräsentationszwecken.
 
Es gibt verschiedene Arten von Tischdecken: Mitteldecken, Aufleger, Läufer, Tischläufer, Skirtings usw.
 
 
 
TISCHLÄUFER
 
Ein Tischläufer ist ein schmales Stoffband, das in der Regel zur Dekoration in Kombination mit einer Tischdecke Verwendung findet. Meist sind Tischläufer etwa halb so breit wie der abgedeckte Tisch und werden meist farblich und stofflich auf die als Unterdecke verwendete Tischdecke abgestimmt.
 
Zumeist sind Tischläufer aus Baumwollstoffen hergestellt. Seit einiger Zeit wird jedoch immer öfter auf das Material Wollfilz (Filz)zurückgegriffen. Aus dem asiatischen Raum sind auch Tischläufer mit Bambus bekannt. Einen Tischläufer, der quer zu den Tisch-Enden (Tischkopf) unter zwei gegenüberliegende Gedecke gelegt wird, nennt man tête-à-tête.
 
 
 
 
 
U
 
 
UMHÜLLUNGEN ? (siehe auch Inlett)
 
Umhüllungen müssen miteinander harmonieren. Die Grundregel dafür lautet: Grob zu grob und fein zu fein. Außerdem kann man sagen, je feiner das Inlett, die Einschütte oder der Batist, desto geräuscharmer und anschmiegsamer ist die Decke. Die unterschiedlichen Bettformen für den individuellen Schlafkomfort. Wir unterscheiden 3 Grundtypen: (siehe auch) Karo-Steppbett, (siehe auch) Kassettenbett, (siehe auch Fix-Steppbett).
 
 
 
V
 
 
VELOURS
 
Wollstoff mit kurzem, aufgerichtetem Flor, meist mit Strich. Ist der Flor höher heißt der Stoff Flausch.
 
 
 
VELVET
 
Engl. Bezeichnung für Samt. Farnz. "Velours". Meist Bezeichnung für unechten Samt, bei dem der Flor durch das in Querrichtung (Schussrichtung) eingesetzte Material gebildet wird. Jedoch auch als Bezeichnung für echten Samt verwendet, bei dem der Flor durch die Kette gebildet wird.
 
 
 
VELVETON
 
Samtimitation mit gerauter und geschmirgelter Oberfläche in der Optik von Velours-Leder. Andere Bezeichnungen: Pfirsichhaut oder Peau-de-pèche, Duvetine (sprich düwtiehn)
 
 
 
VEREDELUNG (VEREDLUNG)
 
Es bedarf einer ganzen Reihe von Arbeitsgängen, um der Rohware (wie sie vom Webstuhl, der Wirk- oder Strickmaschine kommt) das Aussehen und Gebrauchs- und Pflegeeigenschaft zu geben, die vom Verbraucher verlangt werden, Unter Textilveredlung oder Ausrüstung versteht man die Gesamtheit der chemischen oder physikalischen Bearbeitungsprozesse, durch die textile Rohwaren gebrauchsfertig gemacht werden. Je nach Verwendungszweck wendet man dazu die entsprechenden Ausrüstungsverfahren an.
 
 
 
VISKOSE 
 
Viskose wird aus regenerierter Zellulose (Ausgangsmaterial Buchen- oder Fichtenholz oder nicht verspinnbare Baumwolle) gewonnen und zu leichten, weich fließenden Stoffen verarbeitet. Dank angenehmer Trageeigenschaften weit verbreitet, entweder pur oder in Mischungen mit anderen Natur- oder Chemiefasern.
 
 
 
VLIES
 
Haarkleid des geschorenen Schafes oder in der Outdoor-Mode die wärmende Einlage zwischen Ober- und Futterstoff.
 
 
 
W
 
 
WAFFELTUCH
 
Die Bezeichnung ist abgeleitet von der Bindungsart. Gewebe in Waffelbindung weisen eine quadratische, nach Ober- und Unterseite plastische Musterung auf, die dem Waffelgebäck ähnlich sieht. Erzielt wird diese Wirkung durch eine Gruppe von Kett- und Schussflottungen, die beide verkürzend verlaufen. Die flottliegenden Fäden bewirken eine gute Feuchtigkeitsaufnahme. Die Bindung findet im Haustextilien-Bereich Einsatz bei Handtüchern, Bettüberwürfen und Waffeldecken.
 
 
 
WALKFROTTIER
 
Bei dieser Frottierware ist die Schlingenkette aus einfachen (ungezwirnten) Garnen. Durch den Walkprozess (Nass-Kochbehandlung) wird zusätzlich ein besonders weicher und flauschiger Griff erzielt. Merkmal: hohe Saugfähigkeit. Walkfrottierware ist leicht an den unregelmäßig gelegten, nicht aufrecht stehenden Schlingen zu erkennen.
 
 
 
WÄRMEPUNKTE
 
Die Wärmepunkte sind kein allgemein festgelegter Standartrichtwert. Die Wärmepunkte möchten aussagen wie gut eine Decke die Körperwärme isoliert. Das hängt vor allem von dem Volumen, der Menge und der Art der Füllung ab. In den Beschreibungen der Mussner Steppbetten (Daunenbetten) finden Sie die Wärmepunkte in einer Skala von 1 ? 5 (sehr leichte ? sehr warme Bettdecke).
 
 
 
WASCHLAPPEN, WASCHHANDSCHUH
 
Ein Waschlappen, regional auch Seiflappen, ist ein mehr als handtellergroßes Textilstück zur Körperpflege. Er ist oft als Waschhandschuh in rechteckiger Form gestaltet, in den eine Hand hineinschlüpfen kann. Das Material ist unterschiedlich, doch wird baumwollhaltiges Frottee bevorzugt benutzt. Abgesehen von der Alten- und Krankenpflege werden Waschlappen heute nur noch selten verwendet, stattdessen wird lieber öfter gebadet oder geduscht. Nur dort, wo das Hantieren mit größeren Mengen flüssigen Wassers auf der Haut nicht möglich ist (oder keine Dusch-, bzw. Bademöglichkeit vorhanden ist) hat der Waschlappen noch eine größere Bedeutung.
 
Aus hygienischen Gründen werden in der professionellen Alten- und Krankenpflege zur Waschung der Klienten stets zwei Waschlappen, sowie auch zwei Handtücher, jeweils eines für den Oberkörper und eines für den Unterkörper und die Intimpflege benutzt.
 
 
 
WILDSEIDE
 
Wildseide welche als Füllung in Bettwaren ihre Verwendung findet, auch Tussah-Seide genannt, 
kommt aus China und wird aus den Kokons des wildlebenden Eichenlaubspinners gewonnen.
Der Seidenfaden lässt sich im Gegensatz zu Fäden der Maulbeerseide, welche für hochwertige Seidenbekleidung verwendet wird, nicht endlos abziehen, sondern besteht aus Faserenden, die dann auf der Krempelmaschine wie eine Wollfaser verarbeitet werden. Der einzelne Faden ist dicker und rauer als der der Maulbeerseide. Alle Seidenspinner verkleben ihre Seidenfäden mit einer Art Leim, dem sogenannten " Seidenbast ". Auf diese Substanz reagieren viele Menschen stark allergisch, 
deshalb wird Seide grundsätzlich entbastet, d.h. der Seidenbast wird durch abkochen mit Seifenwasser entfernt.
Wildseide ist ein vorzügliches Füllgut für Betten, welche im Sommer verwendet werden, 
da sie kein großes Wärmerückhaltevermögen hat. Sie ist zudem noch sehr atmungsaktiv und leicht. Die Wildseide besitzt an sich wenig Füllvolumen, hat aber ein Feuchtigkeitstransport-vermögen, welches von keiner anderen Faser übertroffen wird. Sie wird als angenehm kühl empfunden und ist deswegen als Sommerbett bestens geeignet.  Wildseide, sorgfältig entbastet, ist auch für die meisten Allergiker geeignet.
 
 
 
WIRKFROTTIER
 
Auf einer Kettenwirkmaschine hergestellte, ein- oder doppelseite Frottierware (Kettwirkware). Die Florschlingen sind im Warengrund (meist aus Polyamid) fest verankert. Bei doppelseitger Ware liegt der Schwerpunkt der Schlingen (mit größeren Schlingen) immer auf einer Warenseite. Musterungen sind durch Druck, Ausbrennen oder durch Verwendung von buntem Kettmaterial möglich. Für Frottier-Bettwäsche werden vielfach 75% Baumwolle und 25% Polyamid verwendet. Aufgrund des Syntheticanteils im Grundgewirk ist die Ware nach einem Fixierprozess formstabil. Wirkfrottierwaren sind schlingenfest und werden (dimensionsstabil oder elastisch) für Frottier-Bettwäsche, Badezimmertextililien sowie Bade- und Freizeitbekleidung eingesetzt.
 
 
 
WIRKFROTTIER-VELOURS
 
ist aufgeschnitten bzw. geschorenen Wirkfrottierware.
 
 
 
WIRKWARE
 
Herstellungstechnik von Maschenware. Im Gegensatz zum Stricken, wo die Maschen nacheinander gebildet werden, wird beim Wirken eine ganze Maschenreihe vorgeformt und dann gleichzeitig fertiggestellt.
 
 
 
Z
 
 
ZIPPER (ZIPP)
 
engl. für Reißverschluß.
 
 
 
ZWIRN-FROTTIER (ZWIRNFROTTIER)
 
Wird aus überwiegend gezwirnten Garnen hergestellt. Aufgrund der härteren Polschlingen wird (im Gegesatz zu Walkfrottier) eine stärkere Frottierwirkung erzielt. Besondere Kennzeichen: fester Griff, große Haltbarkeit.
 
 
 
ZÜCHEN
 
Buntgewebte (karierte oder gestreifte), leinwandbindige Baumwollstoffe (Cretonne, Renforcé oder Linon) für Bettbezüge. "Bauern-Karo" in blau/weiß und rot/weiß.
 
 
 
 
 
Quellen:
 
unsere Archive
 
verschiedene Quellen im Internet
 
Wikipedia, die freie Enzikopedie